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Auch Sek-C-Schüler zur Gymi-Prüfung zulassen

Im Kanton Zürich sollen ab 2012 alle Sekundarschüler zur Gymi-Prüfung zugelassen werden. Diesen Vorschlag schickt die Bildungsdirektion bis Januar in die Vernehmlassung.

Begegnet der gescheiterten Reform der Sekundarschule mit neuen Vorschlägen: SP-Bildungsdirektorin Regine Aeppli.
Begegnet der gescheiterten Reform der Sekundarschule mit neuen Vorschlägen: SP-Bildungsdirektorin Regine Aeppli.
Keystone

Dass neu Schülerinnen und Schüler aller Sek-Abteilungen zugelassen werden, ist einerseits eine Folge der sehr unterschiedlichen Organisation der Sekundarstufe je nach Gemeinde, wie Marc Kummer, Chef des kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamtes am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Anderseits hätten die Pisa-Studien ergebe, dass die Leistungen in den einzelnen Abteilungen sich stark überlappen. Die Möglichkeiten für gute Schülerinnen und Schüler auch aus weniger anspruchsvollen Stufen sollen deshalb nicht mehr eingeengt werden.

Bei den Übertrittsprüfungen für Sekundarschülerinnen und -schüler soll neu die Mathematik gegenüber den Sprachfächern Deutsch und Französisch einen höheren Stellenwert erhalten, wie es in einer Mitteilung der Bildungsdirektion heisst. Dazu sind verschiedene Varianten in der Vernehmlassung. Heute werden alle drei Fächer zu je einem Drittel gewichtet. Grund für die Höhergewichtung der Mathematik sei die generelle Forderung nach einer Aufwertung von mathematisch- naturwissenschaftlichen Fächern, sagte Kummer.

Keine mündliche Prüfung mehr

Hatten bisher Übertrittswillige, welche einen ganz knappen Notendurchschnitt hatten, Gelegenheit, die Scharte in einer mündlichen Prüfung auszuwetzen, soll diese mündliche Prüfung künftig wegfallen. «Grenzfälle» soll es infolgedessen nicht mehr geben: Entweder man besteht die Aufnahmeprüfung mit den schriftlichen Tests oder gar nicht.

Wie die Vorleistungen in die Bewertung miteinbezogen werden, dazu gibt es laut Mitteilung zwei Vorschläge: Der erste basiert auf der Anrechnung der Vornoten beziehungsweise auf dem Notendurchschnitt der Aufnahmeprüfung. Der zweite setzt auf Empfehlungen der Sekundarlehrkräfte.

Sechs Monate Probezeit

Absolviert werden soll die Prüfung künftig im März, zwei Monate früher im Jahr als bisher. Dies ist laut Mitteilung eine Folge davon, das die Maturitätsprüfungen vor die Sommerferien gelegt werden.

Hat ein Sek-Schüler oder eine Sek-Schülerin die Gymi-Prüfung geschafft, so wird er oder sie wie bisher erst einmal auf Probe aufgenommen. Diese Probezeit soll künftig nicht nur drei, sondern sechs Monate dauern. Dies erlaube besser abgestützte Entscheide, «ob das Gymnasium angemessen ist», schreibt die Bildungsdirektion.

Die Vorschläge der Bildungsdirektion sind nun bis zum 21. Januar in der Vernehmlassung. Dazu äussern können sich laut Kummer vorab Konferenzen und Verbände im Bildungswesen, Berufsfachschulen und auch der Arbeitgeber-Dachverband.

SDA/ep

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