Zum Hauptinhalt springen

«Auch wer kein Geld hat, schränkt sich nicht ein»

Neuer Betreibungsrekord im Kanton Zürich: Selbst Junge, die es sich nicht leisten können, wollen nicht auf den teuren Ausgang oder das schicke Auto verzichten.

Obwohl mittellos, wollen viele junge Erwachsene nicht auf das fette Auto verzichten: Audi Quattro Concept.
Obwohl mittellos, wollen viele junge Erwachsene nicht auf das fette Auto verzichten: Audi Quattro Concept.
Laurent Cipriani/AP Photo
In den Archiven der Betreibungsämter landen derzeit vor allem viele 18- bis 30-Jährige.
In den Archiven der Betreibungsämter landen derzeit vor allem viele 18- bis 30-Jährige.
Gaetan Bally/Keystone
Dort klingelt niemand gern.
Dort klingelt niemand gern.
Gaetan Bally/Keystone
1 / 3

383'455 Zahlungsbefehle, 181'553 Pfändungen – das sind die eindrücklichen Zahlen für das Jahr 2012, die der Verband der Gemeindeammänner und Betreibungsbeamten des Kantons Zürich (VGBZ) heute Montag publiziert hat. Das sei ein «absoluter Höchststand», schreibt der Verband.

Statistisch gesehen wird also mehr als jeder vierte Einwohner des Kantons betrieben, Babys inklusive. In der Realität sieht es etwas anders aus, da auf eine Person auch mehrere Betreibungen fallen können. Roland Isler, Stadtammann des Betreibungskreises Winterthur-Stadt und Präsident des VGBZ, schätzt den Anteil der betriebenen Personen vorsichtig auf «über 10 Prozent». «Früher gab es eine gewisse Stammkundschaft, heute kommen viele Neukunden dazu», sagt er. Betroffen sei nicht mehr nur die Unterschicht. «Der Mittelstand ist auch nicht mehr, was er einmal war», so Isler.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.