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Aufseherin schmuggelte Drogen ins Gefängnis

Von den drei verhafteten Mitarbeitenden des Gefängnisses Affoltern müssen sich zwei vor Gericht verantworten. Ihnen wird unter anderem Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Haben die Insassen mit Drogen versorgt und Geld veruntreut: Zwei Mitarbeitende des Gefängnisses in Affoltern am Albis. Bild: Ennio Leanza/Keystone
Haben die Insassen mit Drogen versorgt und Geld veruntreut: Zwei Mitarbeitende des Gefängnisses in Affoltern am Albis. Bild: Ennio Leanza/Keystone

Amtsmissbrauch und Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. In diesen Punkten ist eine 29-jährige Aufseherin des Gefängnisses Affoltern am Albis angeklagt. Ihr wird vorgeworfen, den Gefängnisinsassen regelmässig Marihuana, Kokain, geringe Mengen Anabolika und Fastfood ins Gefängnis geschmuggelt zu haben. Sie ist geständig, wie die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis mitteilt.

Auch gestanden hat ein 47-jähriger leitender Aufseher des Gefängnisses. Er soll seit 2012 regelmässig Bargeld aus der Kasse des Gefängnisses entwendet und das Geld für private Zwecke verwendet haben. Insgesamt hat er so 47'000 Franken unterschlagen. Der Mann muss sich wegen mehrfacher Veruntreuung und Urkundenfälschung vor Gericht verantworten.

Keine weiteren Verfahren

Das dritte Strafverfahren gegen einen Kadermitarbeiter hat die Staatsanwalt eingestellt. Der Vorwurf, er habe Insassen gegen Geld unerlaubt Urlaubstage gewährt, hat sich trotz umfassender Strafuntersuchung nicht erhärtet.

Am 10. Oktober 2014 durchsuchten 30 Polizisten der Kantonspolizei Zürich mit 4 Polizeihunden das Gefängnis Affoltern. Sie konnten weder in den Zellen noch in den Aufenthaltsräumen Drogen oder Drogenutensilien finden. Deshalb eröffnet die Staatsanwaltschaft keine weiteren Verfahren gegen Mitarbeitende oder Insassen des Gefängnisses.

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