Ausgebrochene Häftlinge stammen aus Somalia und Sri Lanka

Nach dem Ausbruch von drei Ausschaffungshäftlingen aus dem Flughafengefängnis wird der Spazierhof vorerst gesperrt.

Der Spazierhof im Flughafengefängnis ist mit einer vier Meter hohen Mauer mit Natodraht gesichert. Bild: TA-Archiv/Nicola Pitaro

Der Spazierhof im Flughafengefängnis ist mit einer vier Meter hohen Mauer mit Natodraht gesichert. Bild: TA-Archiv/Nicola Pitaro

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Bei den drei Häftlingen, welche am Samstagmorgen aus dem Zürcher Flughafengefängnis ausgebrochen sind, handelt es sich um zwei 21- und 27-jährige Somalier und einen 48-jährigen Tamilen, wie das Amt für Justizvollzug (JuV) heute schreibt.

Die Häftlinge hatten im Spazierhof die vier Meter hohe, mit Natodraht gesicherte Mauer überwunden und nachher nochmals einen vier Meter hohen Zaun. Auch ein über dem Spazierhof montiertes Einwurfnetz konnte die Ausbrecher nicht aufhalten.

Der Spazierhof im Flughafengefängnis in Kloten. Foto: Nicola Pitaro/Archiv

Die Flüchtigen haben ein erhebliches Verletzungsrisiko in Kauf genommen, sagt JuV-Sprecherin Rebecca de Silva. Als Sofortmassnahme wird der Spazierhof solange gesperrt bis man entsprechende Sicherheitsmassnahmen getätigt habe. Wie genau die Häftlinge ausgebrochen waren, darüber will de Silva aus Gründen der Sicherheit nichts sagen.

Weiter sagt de Silva, dass dies der erste Ausbrauch seit 2004 aus dem Ausschaffungsgefängnis sei, welches nicht die gleichen Sicherheitsvorkehrungen wie die anderen Gefängnisse habe.

Kritik von der SVP

Die drei Männer warteten im Gefängnis auf ihre Ausschaffung. Sie sassen nicht wegen Delikten ein, sondern wegen Verstosses gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz.

In einer Medienmitteilung kritisiert die SVP, dass auf eine Öffentlichkeitsfahndung verzichtet wurde. Zudem seien die Nationalitäten der Flüchtigen nicht genannt worden, was inakzeptabel sei. Das Amt für Justizvollzug vorstosse damit auch gegen fundamentale Anliegen zur öffentlichen Sicherheit.

(hoh)

Erstellt: 11.06.2019, 19:12 Uhr

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