Unfall mit Pferden – wie kamen die Tiere auf die Fahrbahn?

Nach einem tödlichen Unfall auf der Autobahn A3 bei Wollerau SZ ermittelt die Polizei, wie die Pferde auf die Fahrbahn gelangen konnten.

Tragischer Unfall auf der Autobahn: Der Lenker und die beiden Pferde sind beim Zusammenprall ums Leben gekommen. Foto: www.kapo.zh.ch

Tragischer Unfall auf der Autobahn: Der Lenker und die beiden Pferde sind beim Zusammenprall ums Leben gekommen. Foto: www.kapo.zh.ch

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Am frühen Sonntagmorgen ist es auf der Autobahn A3 bei Wollerau zu einem ausserordentlichen Unfall gekommen. Ein Autolenker prallte auf zwei freilaufende Pferde, die sich zu diesem Zeitpunkt auf der Fahrbahn befanden. Sowohl der Automobilist als auch die beiden ­Tiere kamen beim Zusammenprall ums Leben.

Der Unfall geschah kurz vor 4 Uhr morgens. Der Lenker war auf der Fahrspur in Richtung ­Zürich unterwegs. Rund einen Kilometer nach dem Blatt-Tunnel zwischen Wollerau und Richterswil stiess er in der ­Dunkelheit mit den beiden Pferden zusammen. Inwiefern die Witterungsbedingungen beim Unfall eine Rolle gespielt haben, lässt sich derzeit nicht sagen. Beim Eintreffen der Polizei schneite es leicht.

Pferde können Zaun nicht überspringen

Beim Opfer handelt es sich um einen 53-jährigen Mann. Das Dach seines weissen VW-Passats wurde durch den Aufprall auf­gerissen. Die Rettungskräfte reanimierten den Mann, er verstarb aber noch auf der Unfallstelle.

Die Polizei ermittelt derzeit, wie die Pferde auf die Fahrbahn kamen. Die Autobahn ist auf diesem Abschnitt von einem hohen Zaun umgeben, den ein Pferd laut Experten nicht überspringen kann. Möglicherweise sind die Pferde über die Autobahneinfahrt auf die Fahrbahn gelangt. Jene von Richterswil liegt rund 500 Meter von der Unfallstelle entfernt.

Pferdestallungen gibt es in der Umgebung der Unglücksstelle einige. Nachbarn eines nahen Betriebs mit Offenstallhaltung wollen um ein Uhr nachts Pferdegetrampel auf ihrem Hof gehört haben, wie sie dem Onlineportal von «20 Minuten» sagten. Danach seien die Pferde aber wieder zurück auf die Weide gegangen.

Tiere aus Offenstallhaltung

Gemäss «Blick» sind die Pferde von einem Hof in Samstagern ausgebüxt. Immer mehr Pferdehalter setzen auf Offenstallhaltungen. In solchen Ställen können Pferde in den Stall oder ins Freie, wann immer sie wollen. Ist der Zaun allerdings beschädigt oder ein Tor offen, können sie entweichen.

Im Berner Oberland waren vor fünf Jahren ebenfalls mitten in der Nacht Pferde auf der Autobahn unterwegs. Eines der fünf Pferde aus den Stallungen des Nationalen Pferdezentrums Bern kollidierte dabei mit einem Autolenker. Dieser blieb unverletzt, das Pferd hingegen überlebte den Unfall nicht. Zum Zwischenfall kam es, weil Unbekannte die Türen von 17 Stallungen geöffnet hatten.

Erstellt: 04.02.2019, 11:00 Uhr

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