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Bahnhof Stadelhofen: Kantonsrat will Geld vom Bund

Mit 122 zu 52 Stimmen hat der Kantonsrat beschlossen, einen Gegenvorschlag zur VCS-Initiative auszuarbeiten. Er will, dass der Bund für die Finanzierung eines Gleisausbaus aufkommt.

Stau am Stadelhofen: Der Kantonsrat will, dass der Bund einen Ausbau mitfinanziert.
Stau am Stadelhofen: Der Kantonsrat will, dass der Bund einen Ausbau mitfinanziert.
Keystone

Die Volksinitiative des VCS «Bahnhof Stadelhofen: pünktlich und zuverlässig» verlangt, den Engpass im Zürcher S-Bahn-Netz mit dem Bau eines vierten Gleises am Bahnhof Stadelhofen zu beheben. Der Regierungsrat soll deshalb eine entsprechende Kreditvorlage ausarbeiten.

Zugleich fordert der VCS einen zweiten, einspurigen Riesbachtunnel zwischen Stadelhofen und Tiefenbrunnen. Und schliesslich soll die Kreuzung der Strecken Stadelhofen–Stettbach und Stadelhofen–Tiefenbrunnen entflechtet werden.

Der Regierungsrat empfiehlt die Initiative zur Ablehnung. Zwar ist er der Meinung, dass der Engpass am Stadelhofen behoben werden müsse. Für die Finanzierung sei jedoch nicht der Kanton, sondern der Bund zuständig.

«Chancen sind intakt»

Dieser Meinung ist auch der Kantonsrat. Nach der Verabschiedung der Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Eisenbahninfrastruktur» (Fabi) durch die eidgenössischen Räte seien die Chancen intakt, den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen aus Bundesmitteln zu finanzieren, sagte Ruedi Lais, Präsident der vorberatenden Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (Kevu) im Rat.

Ein Ausbau aus kantonalen Mitteln sei deshalb verfehlt. «Die Annahme der Volksinitiative wäre ein falsches Zeichen.» Mit einem Gegenvorschlag soll der Regierungsrat bei den bevorstehenden Fabi-Verhandlungen unterstützt werden. Ziel sei es, dem Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen «grösstmögliche Priorität» zu verschaffen, sagte Lais.

Gegen die Erarbeitung eines Gegenvorschlages stellte sich einzig die SVP. Dabei handle es sich um einen «Wischiwaschi»-Vorschlag. Die Hoffnung, dass die Initiative zurückgezogen werde, werde sich kaum erfüllen, sagte Orlando Wyss (SVP, Dübendorf).

SDA/tif

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