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Balkan-Disco Grodoonia ist pleite

Das Grodoonia war einst Schauplatz eines Brandanschlags und beherbergte die Pop-Queen und Kriegsverbrecher-Witwe Ceca. Jetzt ist der Club geschlossen.

Lepa Brena sang 2008 im Grodoonia – ebenso die «Madonna des Balkans», Ceca Raznatovic.
Lepa Brena sang 2008 im Grodoonia – ebenso die «Madonna des Balkans», Ceca Raznatovic.

Ein paar Zeilen, die heute Mittwoch im Amtsblatt der Stadt Zürich erschienen sind, rufen das Ende einer Institution aus. Die Balkan-Disko Grodoonia ist pleite. 16 Jahre lang war der Club im vierten Stock einer unwirtlichen Überbauung in Rümlang eine Bühne für die Pop-Queens aus Südosteuropa. Lepa Brena, Seka Aleksic – und allen voran Ceca Raznatovic. Jeder ihrer Auftritte sorgte jeweils für Schlagzeilen. Nicht, weil Ceca auch den Ruf als «Madonna des Balkans» geneisst, sondern weil die Sängerin die Witwe von Zeljko Raznatovic ist – auch bekannt als «Arkan der Schlächter», einer der grausamsten Schergen von Slobodan Milosevic. Die Ankündigung ihrer Konzerte führte sogar in Bundesbern für Aufsehen: Nationalrätin Evi Allemann kritisierte in einem Vorstoss, dass Raznatovic, eine Frau aus dem «Kriegsverbrechermilieu», ein Einreisevisum erhalten hat.

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