Baumfällaktion: Pro Uetliberg gibt Protest auf

Die Stadt Zürich fällt am Uetliberg über 2000 Bäume. Der offizielle Widerstand ist nun gebrochen.

Schutz oder unnütze Massnahme? Stadt und Naturschützer sind sich bei der Baumfällaktion auf dem Uetliberg uneinig.

Schutz oder unnütze Massnahme? Stadt und Naturschützer sind sich bei der Baumfällaktion auf dem Uetliberg uneinig. Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Der umstrittene Holzschlag am Uetliberg wird ab sofort ohne juristische Nebengeräusche weitergehen können. Der Verein Pro Uetliberg sieht davon ab, seine Aufsichtsbeschwerde an den Gesamtregierungsrat weiterzuziehen.

Die Naturschützer fordern unter anderem ein Verbot der Fällaktion, bei der 2100 Bäume der Axt weichen müssen. Mit ihrem Anliegen sind sie beim Zürcher Stadtrat sowie der Baudirektion von Markus Kägi (SVP) aber aufgelaufen.

Video:Verjüngung des Waldes

Christine Bräm, Direktorin von Grün Stadt Zürich, erklärt im Oktober den Uetliberger Holzschlag. Video: Tamedia

Pro Uetliberg stuft die Erfolgsaussichten bei einem Weiterzug ohne behördliche Unterstützung als gering ein. Diese Einschätzung, kombiniert mit seinen «beschränkten finanziellen Mitteln», hat den Verein zur Aufgabe bewogen.

Bäume von Unbekannten gekennzeichnet

Der Widerstand gegen den Holzschlag geht gleichwohl weiter. Unbekannte haben, nebst jenen Bäumen, die zur Fällung bestimmt und deshalb markiert sind, weitere Bäume mit gleicher Farbe gekennzeichnet. Dazu liegen im Wald Flugblätter: «Wir haben noch etwas nachmarkiert, überlegt doch noch mal, was wirklich weg muss.» Das Departement von Stadtrat Richard Wolff (AL) spricht von einem «Sabotageakt», zu dem es sich nicht äussere, «um den Saboteuren keine Plattform zu geben».

Erstellt: 07.11.2018, 08:39 Uhr

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