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«Bereits mit neun Jahren legten sie ihn in Handschellen – zu Unrecht»

Wie Carlos wollen auch seine Eltern in einen Hungerstreik treten und damit gegen die Verlegung ins Massnahmenzentrum Uitikon protestieren. Erstmals äussern sie sich zu den Vorfällen.

Die Eltern von Carlos bei einem Spaziergang in Zürich: Sie wollen anonym bleiben.
Die Eltern von Carlos bei einem Spaziergang in Zürich: Sie wollen anonym bleiben.
Doris Fanconi

Ihr Sohn wird in diesen Tagen vom Gefängnis Limmattal ins Massnahmezentrum in Uitikon verlegt werden. Was sagen Sie dazu?

Vater: Das finde ich krass. Nicht nur wir, sondern auch Fachleute haben immer davor gewarnt, ihn erneut einzusperren. Unser Sohn leidet extrem unter diesem Zustand, weil er seit früher Kindheit immer wieder in Gewahrsam genommen wurde. Bereits im Alter von neun Jahren legte ihn die Polizei in Handschellen, weil er verdächtigt wurde, einen Schopf in Wollishofen in Brand gesteckt zu haben. Zu Unrecht, wie sich herausstellte. Bis zu seinem 18. Geburtstag, den er kürzlich im Gefängnis Limmattal feierte, verbrachte er rund 5 Jahre in geschlossenen Einrichtungen. Davon sind nur 9 Monate eigentliche Haftzeit, die er für eine Messerattacke in Zürich-Schwamendingen verbüsste.

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