Betrüger gab sich als Kripo-Chef aus

Ein dreister Telefonbetrüger wollte einer 83-jährigen Frau in Uitikon-Waldegg 200'000 Franken abknöpfen. Dann kam die richtige Polizei.

Die echte Polizei verlangt nicht, einen Sack voller Wertsachen vor die Haustüre zu stellen. Archivbild: Nicola Pitaro

Die echte Polizei verlangt nicht, einen Sack voller Wertsachen vor die Haustüre zu stellen. Archivbild: Nicola Pitaro

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Der Mann hatte sich am Montagvormittag mehrmals telefonisch bei der Rentnerin in Uitikon-Waldegg gemeldet: Seine Ermittlungen hätten ergeben, dass es unbekannte Täter auf ihr Vermögen abgesehen hätte, warnte der vermeintliche Kripo-Chef die Frau.

Ihr Geld sei auch auf der Bank nicht sicher - denn vermutlich würden einige Bankangestellte mit den Tätern zusammenarbeiten, führte der Anrufer weiter aus. Sie soll doch ihr Geld und ihre Wertgegenstände in einen Sack packen und diesen vor ihrer Wohnungstüre deponieren. Die Polizei hole diesen dann ab und verwahre ihn sicher auf.

Sie hat ihm geglaubt

Die 83-Jährige glaubte dem falschen Polizisten. Dies unter anderem auch deshalb, weil sie am Dienstag zudem einen Anruf von einer angeblichen Staatsanwältin erhalten hatte, welche alle Aussagen des Kripo-Chefs bestätigte. Die Rentnerin nahm aber auch Kontakt mit ihrem Sohn auf, der sogleich die Kantonspolizei Zürich informierte.

Als der falsche Kripo-Chef den Sack mit Wertgegenständen in Höhe von rund 200'000 Franken abholen wollte, wurde er verhaftet. Laut einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Zürich handelt es sich um einen 36-jährigen Türken, der in Deutschland wohnt. Er wird nun der Staatsanwaltschaft übergeben.

Laut Mitteilung sind der Kantonspolizei in den vergangenen Tagen mehrere Telefonbetrugsfälle gemeldet worden. Sie rät zu einem gesunden Misstrauen und hält fest, dass «die Polizei nie grössere Bargeldsummen verlangt, erst recht nicht telefonisch». (sda/pu)

Erstellt: 06.12.2017, 14:39 Uhr

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