Betrüger ködern mit gefälschten Polizeimails

Zurzeit kursiert eine Mail mit dem Absender der Kantonspolizei Zürich. Die Ermittler raten: sofort löschen.

Hier wird zurzeit ermittelt: Daniel Nussbaumer, Chef der Abteilung Cybercrime von der Kantonspolizei Zürich. (Foto: Urs Jaudas)

Hier wird zurzeit ermittelt: Daniel Nussbaumer, Chef der Abteilung Cybercrime von der Kantonspolizei Zürich. (Foto: Urs Jaudas)

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Seit heute Morgen klingelt bei der Kantonspolizei Zürich pausenlos das Telefon: «Es gingen schon mehr als 100 Anrufe bei uns ein», sagt Sprecher Beat Jost. Der Grund ist eine gefälschte Mail, die zurzeit unter dem Namen der Kapo kursiert. Die Polizei rät den Empfängern, nicht auf die Mail zu reagieren, keine persönlichen Daten preiszugeben und keinesfalls auf den angefügten Link zu klicken.

In der Mail wird ein Inspektor namens Michael Reiner vorstellig: «Wir haben erfolglos versucht, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen, um Ihnen einige Fragen zu stellen, aber leider erfolglos.» Die Empfänger werden gebeten, ihre Mailadresse bekannt zu geben. Damit die Befragung auf schriftlichem Weg erfolgen könne. Auf dem Dokument prangt das offizielle Logo der Kantonspolizei. Die Urheberschaft der Mail ist unbekannt: «Die Abteilung Cybercrime hat die Ermittlungen aufgenommen», sagt Jost. Er empfiehlt die Mail ungelesen zu löschen.

Dubiose Anrufer

Der Betrügerei nicht genug, veröffentlichte die Kapo zudem eine dringende Warnung wegen Trickbetrügern. Sie treten momentan im Kanton Zürich als falsche Polizisten auf und versuchen, an Geld zu kommen. In den vergangenen Stunden seien mehrere Meldungen aus dem Bezirk Meilen eingegangen, teilte die Kapo mit. Die Trickbetrüger rufen meistens bei älteren Personen an und geben sich als Polizisten aus.

Die Anrufer, die meistens hochdeutsch sprechend, erzählen, dass das Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei. Oder sie geben an, dass sie einen Betrüger überführen möchten und dazu Hilfe und Geld benötigen. Durch die geschickte Gesprächsführung gelinge es den Betrügern, dass die Opfer grosse Geldbeträge und teilweise Wertgegenstände an vorgegebenen Orten deponieren würden, heisst es weiter.

Die Kantonspolizei rät, bei dubiosen Telefongesprächen sofort die Polizei anzurufen und macht darauf aufmerksam, dass Polizisten im Kanton Zürich schweizer- und nicht hochdeutsch sprechen würden. (mrs)

Erstellt: 07.04.2017, 12:03 Uhr

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