Betrüger missbrauchen Polizei-Notruf 117

Die Zürcher Polizei warnt vor einer neuen Betrügermasche per Telefon. Die Täter wenden dabei einen technischen Trick an.

Neue Masche: Wenn Betrüger anrufen, kann die Polizei-Notrufnummer 117 auf der Telefonanzeige erscheinen.

Neue Masche: Wenn Betrüger anrufen, kann die Polizei-Notrufnummer 117 auf der Telefonanzeige erscheinen. Bild: Nicola Pitaro

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Kantonspolizei Zürich warnt vor dem sogenannten Spoofing. Dabei melden sich Täter jeweils telefonisch bei ihren Opfern und geben sich als Polizisten aus. Die Telefonanrufe erfolgen unter einer technisch manipulierten Rufnummer. So kann selbst die Polizei-Notrufnummer 117 auf der Telefonanzeige erscheinen. Seit Wochenbeginn sind der Kantonspolizei Zürich mehrere solche Betrugsfälle gemeldet worden, schreibt die Polizei heute Freitag in einer Mitteilung.

Dabei gibt es ein typisches Tatvorgehen: Die Täter sprechen meist Hochdeutsch und teilen dem Angerufenen mit, dass kriminelle Personen es auf sein Vermögen abgesehen hätten. Das Geld sei auf den Bankkonten nicht mehr sicher. Dann werden die Opfer aufgefordert, das Geld abzuheben und der Polizei zur sicheren Verwahrung zu übergeben. Alternativ sollen sie es auf der Bank in Gold umzutauschen, um es an angeblich überwachte Kriminelle zu übergeben, die dann zusammen mit dem Geld von der Polizei verhaftet würden, schreibt die Kantonspolizei in der Medienmitteilung weiter.

Niemals Wertsachen übergeben

Bei den aktuell der Kantonspolizei Zürich gemeldeten Fällen sei es gemäss heutigem Kenntnisstand zu keiner Geldübergabe gekommen. Die Betroffenen haben sich gegenüber den Betrügern skeptisch geäussert oder fielen nicht darauf rein.

Die Kantonspolizei Zürich erinnert im Schreiben daran, dass die Polizei am Telefon nie grössere Bargeldsummen verlangen würde. Zudem solle man ein solches Gespräch beenden und bei der Notrufnummer 117 nachfragen, ob es diesen Polizisten, mit dem man eben telefoniert hat, tatsächlich gibt. Weiter soll niemals Bargeld oder Wertsachen an eine unbekannte Person übergeben werden. Polizisten würden sich immer mit ihrem Polizeiausweis ausweisen. Verdächtige Situationen soll man umgehend der Polizei melden unter der Notrufnummer 117.

(sip)

Erstellt: 13.10.2017, 11:59 Uhr

Artikel zum Thema

Die Masche der falschen Polizisten in Zürich

Im Kanton Zürich treiben Betrüger ihr Unwesen. Ein neues Phänomen mit bekanntem Muster. Mehr...

Falsche Polizistin erschleicht sich mehrere Hunderttausend Franken

Im Bezirk Meilen hat eine Unbekannte von einer Seniorin Bargeld und Schmuck ergaunert – und liess sich lange Zeit dafür. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

TA Marktplatz

Blogs

Tingler Psychotricks im Ausverkauf

Von Kopf bis Fuss Füdliwerbung

Die Welt in Bildern

Bis die letzte Strähne sitzt: Eine Assistentin toupiert die Haare Donald Trumps in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett in Berlin. (17. Oktober 2017)
(Bild: Fabrizio Bensch) Mehr...