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Billigparkplätze für Flughafen-Passagiere sind zulässig

Die Stadt Kloten wollte 150 Parkplätze auf einem Firmengelände verhindern. Nun hat das Verwaltungsgericht dem Unternehmer Recht gegeben.

Vielen zu teuer: Das Parkhaus des Flughafen Zürichs.
Vielen zu teuer: Das Parkhaus des Flughafen Zürichs.
Gaetan Bally, Keystone

Wegen eines so genannten Valetparkplatzes muss die Stadt Kloten noch einmal über die Bücher: Das Zürcher Verwaltungsgericht hat einem Bauunternehmer aus Kloten Recht gegeben, der auf einem Firmengelände 150 neue Billigplätze für Flugpassagiere einrichten wollte.

Das Gericht begründet sein Urteil damit, dass es keine Rechtsgrundlage gebe, um die Zahl von Valetparkplätzen zu beschränken. Das Verwaltungsgericht erklärt damit ein Urteil des Baurekursgerichtes sowie einen Entscheid der Stadt Kloten für ungültig. Beide hatten den geplanten Parkplatz noch als unzulässig eingestuft. Nun muss sich die Stadt Kloten erneut mit der Frage befassen, ob sie eine Baubewilligung dafür erteilen will oder nicht.

Parkieren auf dem Firmengelände

Der geplante Parkplatz würde auf dem Firmengelände eines Bauunternehmens eingerichtet. Das Konzept dabei ist einfach: Die Kunden fahren mit ihrem Auto zum Flughafen und geben es dort bei einem Mitarbeiter eines Parkier-Services ab. Dieser fährt das Auto dann in eine umliegende Gemeinde und stellt es für die Dauer der Ferien oder der Geschäftsreise auf einem Firmengelände oder Kiesplatz ab, was viel günstiger ist als das Parkieren im Flughafenparkhaus. Bei der Rückkehr des Kunden wird das Auto dann wieder zum Flughafen gebracht.

Mehr Verkehr für die Gemeinden

Die Gemeinden haben - im Gegensatz zu den Kunden - weniger Freude an diesem Geschäftsmodell. Valet-Parking bringt ihnen lediglich mehr Verkehr, aber wenig Wertschöpfung. Im vorliegenden Fall rechnet die Stadt Kloten mit 44 zusätzlichen Fahrten pro Tag.

SDA

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