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«Bin ich verantwortlich für Carlos' Schicksal? Gute Frage»

Filmemacher Hanspeter Bäni hat die Diskussion über das Sondersetting für einen straffälligen Jugendlichen ausgelöst. Er erklärt, warum er mit einem zweiten Film nachdoppelt, der heute Abend zu sehen ist.

Sie haben mit Ihrem ersten Film über den jungen Straftäter Carlos ein beispielloses mediales Feuer entfacht. Wie denken Sie heute über den Film? War er so, wie Sie ihn aufgezogen haben, ein Fehler?

Als Fehler schaue ich ihn auf keinen Fall an. Ich habe ja nichts falsch gemacht. Geplant war ursprünglich ein klassischer Porträtfilm über eine spannende Person, die zurücktritt: Jugendanwalt Hansueli Gürber. Gürber selbst war es, der mich praktisch auf das Thema Carlos gestossen hat und mich sehr bald zu ihm mitnahm. Mich hat der Aufwand erstaunt, der für den jungen Mann betrieben wurde, deshalb habe ich darüber berichtet. Das hat eine öffentliche Debatte ausgelöst. Deshalb hatte der Film seine Berechtigung. Aber natürlich würde ich jetzt, mit den Erfahrungen und dem Wissen von heute, einen anderen Film drehen.

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