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Binz-Besetzer verspielen politischen Goodwill

Nach den Ausschreitungen rund um einen Demonstrationszug der Binz-Besetzer gehen politische Unterstützer auf Distanz – und sind enttäuscht über das grosse Schweigen der Protagonisten.

Regelmässig setzten die Demonstranten in der Nacht auf den 3. März Mülltonnen in Brand.
Regelmässig setzten die Demonstranten in der Nacht auf den 3. März Mülltonnen in Brand.
Simon Eppenberger
Ein Demonstrationszug, welcher vom besetzten Areal in der Binz aus in die Stadt zog, endete mit gewalttätigen Ausschreitungen.
Ein Demonstrationszug, welcher vom besetzten Areal in der Binz aus in die Stadt zog, endete mit gewalttätigen Ausschreitungen.
Leserreporter
Augenzeugen berichten von mehreren Hundert Teilnehmern, die Polizei von weit über tausend. Ein Grossteil verhielt sich zwar friedlich. Doch einige Dutzend Demonstranten nutzten den Schutz der Massen, um unbehelligt grossen Sachschaden anzurichten.
Augenzeugen berichten von mehreren Hundert Teilnehmern, die Polizei von weit über tausend. Ein Grossteil verhielt sich zwar friedlich. Doch einige Dutzend Demonstranten nutzten den Schutz der Massen, um unbehelligt grossen Sachschaden anzurichten.
Simon Eppenberger
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Unter dem Motto «Rollerdisco» zogen am Samstag – je nach Quelle – zwischen 1000 und 3000 Menschen vom Binz-Areal in Richtung Innenstadt. Laut den Veranstaltern des unbewilligten Demonstrationszugs habe man für den Anlass «liebevoll und zeitaufwendig an die zwanzig Festwagen gebaut», um einen «rollenden Protest» mit Livebands und Musik gegen die Räumung des Areals «in die Stadt zu tragen». So heisst es in einer Mitteilung der Besetzer. Spätestens im Kreis 4 aber kam es zu massiven Ausschreitungen. Eine Coop-Pronto-Filiale wurde geplündert, Scheiben gingen zu Bruch, Müllcontainer wurden angezündet, Wände verschmiert. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere 100'000 Franken.

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