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Bleibt Wolff bei der Polizei?

Die Departementsverteilung des Stadtrates Zürich wirft einige Fragen auf. Gut möglich, dass das Gremium die Wähler überrascht.

Bleibt er bei der Polizei? Der Zürcher Stadtrat Richard Wolff.
Bleibt er bei der Polizei? Der Zürcher Stadtrat Richard Wolff.
Walter Bieri, Keystone

Nur ein Amt im Stadtrat ist nach diesem Wahltag schon fix vergeben: das Stadtpräsidium. Corine Mauch (SP) hat es sich problemlos gesichert. Ihr Herausforderer Filippo Leutenegger (FDP) hat die Wahl ins Präsidium verpasst, wurde aber in den Stadtrat gewählt. Er wird ein anderes Departement leiten müssen.

Durch die Rücktritte von Ruth Genner (Grüne) und Martin Waser (SP) sind das Tiefbau- und das Sozialdepartement frei geworden. Die auf den ersten Blick naheliegendste Lösung wäre, den neu gewählten Raphael Golta (SP) das Soziale übernehmen zu lassen und Leuten­egger den Tiefbau. Oder umgekehrt – wobei fraglich ist, ob die rot-grüne Mehrheit eines der beiden Schlüsseldepartemente abgibt. Die andere einfache Lösung wäre, dem neu gewählten Bürgerlichen das Schuldepartement zu übergeben. Aber Gerold Lauber (CVP) hat sich erst vor einem Jahr mit Händen und Füssen für seine Schule gewehrt, sodass ein Wechsel kaum infrage kommt.

Die Frage ist auch, ob Richard Wolff (AL) nicht gern die Polizei loswerden möchte, wo er von einem Fettnäpfchen ins nächste trat. Oder ob der Stadtrat den im Hochbaudepartement glücklos agierenden André Odermatt (SP) in ein anderes Amt abschieben möchte. Beides würde den Weg für eine grosse Rochade frei machen. Aber offiziell halten sich alle Beteiligten bedeckt. Und der Stadtrat überrascht – man weiss es – in diesen Dingen gern die Wähler.

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