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Brombeeren legten den HB Zürich lahm

Wilde Brombeeren verursachten den Stromaufall am Hauptbahnhof Zürich. Es ist nicht der erste Fall, bei dem die Natur ein Stromnetz unterbrach. 2008 verursachte ein Eichhörnchen einen Stromausfall beim Schweizer Fernsehen.

Sofort ausgerissen: Die wilde Brombeere, die den Strom am Hauptbahnhof kappte.
Sofort ausgerissen: Die wilde Brombeere, die den Strom am Hauptbahnhof kappte.

Gestern um 14 Uhr im Zürcher Hauptbahnhof der Strom ausgefallen. Knapp zwei Stunden lang lagen die meisten Geschäfte im Dunkeln, die Arztpraxis war praktisch ausser Betrieb und auf der grossen Baustelle beim Durchgangsbahnhof ging nichts mehr.

Heute Donnerstag teilt das EWZ den Grund für das Blackout mit: Im EWZ-Unterwerk schaltete sich der Schutzschalter der 22'000 Volt-Stromleitung zum Hauptbahnhof aus.Die Ursache war ein Kurzschluss in einer provisorischen Trafostation auf dem SBB-Areal, welche die Baustelle des neuen Durchgangsbahnhofes mit Strom versorgt.

«Durch die Lüftungsschlitze wuchsen Gewächse in die Station hinein und verursachten bei der Berührung einer Stromschiene einen Kurzschluss», so das EWZ weiter. Durch den Vorfall ist der Innenraum mit Russ bedeckt worden. Die Trafostation ist in der vergangenen Nacht ersetzt worden. Das EWZ «bedauert den Stromausfall und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten», heisst es in der Mitteilung weiter.

11'000 Volt-Schlag

Es war nicht das erste Mal, dass die Natur zu einem Kurzschluss führte. Am 24. August legte ein Eichhörnchen Zürich Nord lahm. Das Tier war ins Unterwerk Aubrugg eingedrungen und hatte einen Defekt an einem Schutzgerät ausgelöst. Von einem 11'000 Volt starken Stromschlag getroffen, war es sofort tot, wie das EWZ damals berichtete.

Betroffen vom Stromausfall waren über 6000 Haushalte in Oerlikon, Schwamendingen und Seebach. Das Schweizer Fernsehen konnte während über einer Stunde nicht senden. Betroffen von der Störung war auch Schweizer Radio DRS und die Tramlinien 11 und 14.

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