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Winterthurer Immobilienkönig Stefanini ist tot

Der bekannte Sammler und Immobilienunternehmer ist im Alter von 94 Jahren gestorben.

Bruno Stefanini bei einer Führung durch das Sulzer-Hochhaus im Jahr 2009.
Bruno Stefanini bei einer Führung durch das Sulzer-Hochhaus im Jahr 2009.
Marc Dahinden

Bruno Stefanini ist in seiner Wohnung in der Altstadt in Winterthur gestorben, wie seine Tochter dem «Landboten» mitteilte. Bekannt und reich wurde der Winterthurer durch seine Immobiliengeschäfte und sein uferloses Sammeln.

Bruno Stefanini hat nach dem Zweiten Weltkrieg den Bauboom ausgenutzt und ein Immobilienimperium aufgebaut. Er sammelte aber nicht nur Immobilien, sondern auch Kunst und historisch wertvolle Gegenstände. Stefanini sammelte neben Werken von Anker, Hodler oder Giacometti darüberhinaus Alltagsgegenstände von historischen Persönlichkeiten wie Napoleon, Kennedy oder Churchill. An grossen Auktionen war Stefanini genauso anzutreffen wie auf Flohmärkten. Rund 100’000 Objekte soll seine Sammlung umfassen.

Streit um Nachfolge

An Heiligabend 1980 hat der Winterthurer die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) gegründet. Sie hat zum Zweck, die abendländischen, insbesondere die schweizerischen Kunst-, Kultur- und Geschichtswerte zu pflegen. Er erwarb dabei Tausende Objekte von zweifelhaftem Wert. Die Sammlung umfasst etwa 35’000 Objekte. Die SKKG gehört zu den wichtigsten Schweizer Stiftungen und sei von «internationaler Bedeutung». Jahrelang tobte ein Streit um die Nachfolge der milliardenschweren Stiftung zwischen den Nachkommen Stefaninis und dem Stiftungsrat. Drei Verfahren waren vor Bundesgericht gelandet.

Stefaninis Gesundheitszustand begann sich 2013 zu verschlechtern, es zeigten sich erste Anzeichen einer Demenz. Laut dem «Landboten» galt Stefanini als Asket, der sich nichts gönnte. Sein Lieblingsessen: Cervelat und Brot. Er wohnte zeitlebens in sanierungsbedürftigen Altliegenschaften.

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