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Brutaler Angriff im Zürcher Oberland war ein Mordversuch

Ein Brüderpaar attackierte einen 37-Jährigen mit einem Messer und einer Stange. Das Bundesgericht hat nun einen der Täter verurteilt.

Der Tatort: Im Winter 2013 wurde hier bei diesem Bänklein am Dorfrand der Mann attackiert. Bild: Stefan Hohler
Der Tatort: Im Winter 2013 wurde hier bei diesem Bänklein am Dorfrand der Mann attackiert. Bild: Stefan Hohler

Der Fall warf hohe Wellen: Am 15. Januar 2013 wurde am Dorfrand von Illnau-Effretikon ein Mann nachts beim Gassi-Gehen mit dem Hund von zwei Unbekannten brutal attackiert. Sie schlugen ihn mit einem Armierungseisen nieder und schlitzten ihm die Kehle auf. Der damals 37-jährige Schweizer überlebte schwer verletzt.

Seither beschäftigt der Fall die Justiz. Nun hat das Bundesgericht die Freiheitsstrafe von 13 Jahren für den Mann bestätigt, der den damals 37-Jährigen beinahe ermordete. Der Verurteilte rügte vor dem höchsten Schweizer Gericht die Qualifikation seiner Tat als versuchten Mord.

Er beantragte eine Verurteilung wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Das Bundesgericht hält in seinem am Freitag publizierten Urteil fest, dass die Vorinstanz aufgrund des Vorgehens und der Beweggründe des Mannes zu Recht auf versuchten Mord geschlossen habe. Auch sei das Obergericht bei der Bemessung der Strafdauer korrekt vorgegangen.

Täter war der Geliebte

Die Tat, die aus dem Nichts kam, blieb zunächst rätselhaft. Einen Raubüberfall schloss die Polizei aber von Beginn an aus, da die beiden Maskierten den Mann nicht bestohlen hatten. Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass die Ehefrau des Opfers und deren Liebhaber hinter der Tat standen.

Der Verurteilte hatte zusammen mit seinem Bruder den damals 37-Jährigen bei Dunkelheit auf einem Feldweg attackiert. Der Verurteile fügte dem Opfer mit einem Teppichmesser lebensgefährliche Verletzungen zu. Dieses konnte sich noch nach Hause schleppen und überlebte nur dank sofortiger medizinischer Hilfe.

Der Bruder wurde bereits rechtskräftig wegen versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt. Die Ehefrau wurde vom Obergericht Zürich zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren verurteilt. Auch dieses Urteil ist nach Auskunft des Obergerichts rechtskräftig.

SDA/hoh

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