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«Carlos» blitzt vor Bundesgericht ab

Der 19-Jährige hat sich vergeblich dagegen gewehrt, noch länger in Untersuchungshaft zu sitzen. Das Bundesgericht hat entschieden, dass das in seinem Fall nötig sei.

Der jugendliche Straftäter beim Kampfsporttraining in jener TV-Dokumentation, die ihn bekannt machte.
Der jugendliche Straftäter beim Kampfsporttraining in jener TV-Dokumentation, die ihn bekannt machte.
Keystone

Die Untersuchungshaft für den unter dem Pseudonym «Carlos» bekannt gewordenen 19-jährigen Straftäter ist zu Recht verlängert worden. Die Gründe: Wiederholungsgefahr und dringender Tatverdacht. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde gegen die Verlängerung abgewiesen.

Das Bundesgericht sieht keine mildere Massnahme, um die Wiederholungsgefahr zu bannen. «Nach wie vor kann der Beschwerdeführer seine Aggressionen offenbar nicht im Zaum halten und ist bereit, aus nichtigem Anlass Gewalt anzuwenden», schreibt es in seinem Entscheid.

Die Rüge von «Carlos», dass für das in Auftrag gegebene Gutachten übermässig viel Zeit eingeräumt werde, hält das Bundesgericht für unbegründet. Vier Monate für eine Risikobeurteilung könnten als etwas lang erscheinen, hält es fest, es sei jedoch zu beachten, dass der Fall offensichtlich komplex sei. Insbesondere die Frage, ob und durch welche Massnahmen die unberechenbare Aggressivität des Beschwerdeführers nachhaltig gedämpft werden könne, verlange dem Gutachter wohl einigen Aufwand ab.

U-Haft nach Messerattacke im Herbst

«Carlos» befindet sich seit Oktober 2014 in Untersuchungshaft. Er war festgenommen worden, weil er an der Langstrasse einen Mann mit einem Klappmesser bedroht haben soll. Danach versuchte er vor der Polizei zu flüchten, was aber misslang.

In U-Haft darf er zwar nur noch bis am 22. April gehalten werden, aber auch danach wird er kaum freikommen: Der Staatsanwalt hat kürzlich Antrag auf Sicherheitshaft gestellt. Diese ist vom Zwangsmassnahmengericht Dietikon für drei Monate bewilligt worden. Begründet wird die Haftverlängerung mit Wiederholungsgefahr. Dagegen hat Carlos’ Anwalt Beschwerde beim Obergericht erhoben, der Fall ist noch hängig.

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