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Carlos geht vor Bundesgericht

Der jugendliche Straftäter Carlos will nicht weiter im Gefängnis Limmattal bleiben. Die Unterbringung in einer geschlossenen Anstalt hatte das Obergericht angeordnet. Nun zieht er den Fall weiter.

Carlos (vorne), ein 18-jähriger Gewaltstraftäter seit früher Jugend, wird mit Sondermassnahmen unterstützt, die ihn resozialisieren sollen. Darunter fallen eine 4,5-Zimmer-Wohnung und eine Rundumbetreuung durch Sozialarbeiter.
Carlos (vorne), ein 18-jähriger Gewaltstraftäter seit früher Jugend, wird mit Sondermassnahmen unterstützt, die ihn resozialisieren sollen. Darunter fallen eine 4,5-Zimmer-Wohnung und eine Rundumbetreuung durch Sozialarbeiter.
Screenshot SRF
Wurde bereits als 11-Jähriger verhaftet: Carlos (r.) mit seinem Thaibox-Trainer.
Wurde bereits als 11-Jähriger verhaftet: Carlos (r.) mit seinem Thaibox-Trainer.
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Wegen der Entrüstung der Bevölkerung wird der Fall Carlos nun auch Sache der Politik. Regierungsrat Martin Graf (Grüne, Bild) hat einen internen Bericht angefordert und will sich Anfang September zum Fall äussern.
Wegen der Entrüstung der Bevölkerung wird der Fall Carlos nun auch Sache der Politik. Regierungsrat Martin Graf (Grüne, Bild) hat einen internen Bericht angefordert und will sich Anfang September zum Fall äussern.
Nicola Pitaro
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Der Anwalt des jugendlichen Straftäters Carlos will den Entscheid des Zürcher Obergerichtes nicht akzeptieren: Er hat am Donnerstag beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt.

So will der Anwalt erreichen, dass der 18-Jährige doch noch per sofort freigelassen wird. Der Jugendliche sitzt seit Freitag im Gefängnis Limmattal. Noch beim Obergericht hängig ist eine normale Beschwerde gegen die Inhaftierung. Auch über diese entscheidet das Obergericht - voraussichtlich innert zwei Wochen.

Positive Entwicklung

Der Anwalt hat kein Verständnis für die Versetzung hinter Gitter. Alle involvierten Fachleute hätten Carlos in den letzten Monaten «erhebliche positive persönliche, soziale und kognitive Entwicklungen» attestiert. Bis zu seiner Festnahme am letzten Freitag in Zürich wohnte «Carlos» zusammen mit einer Betreuerin in einer Wohnung im Kanton Basel-Landschaft.

Seit am vergangenen Sonntag in einem Dok-Film bekannt gemacht wurde, dass der Messerstecher für 29'000 Franken monatlich rundum betreut wird, ist die Empörung gross. Morgen Freitag nimmt Justizdirektor Martin Graf (Grüne) zum Fall Stellung.

SDA/ep

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