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Klambaur tritt wegen rassistischem Video aus SVP aus

«Du Scheiss-Neger»: Christian Klambaur aus Rüti ZH hat auf Facebook ein rassistisches Video verbreitet. Nun ist der SVP-Politiker aus der Volkspartei ausgetreten.

Der «Asylbewerber» wird in den Abgrund gestossen: Szene aus dem Film «300», der von den Perserkriegen handelt, auf der Facebook-Seite von Christian Klambaur. Speziell ist die Vertonung. Bild: Screenshot blick.ch
Der «Asylbewerber» wird in den Abgrund gestossen: Szene aus dem Film «300», der von den Perserkriegen handelt, auf der Facebook-Seite von Christian Klambaur. Speziell ist die Vertonung. Bild: Screenshot blick.ch

Christian Klambaur ist per sofort aus der SVP ausgetreten. Das hat er dem «Blick» schriftlich bestätigt. Sein Rücktritt kommt nachdem er am 1. Januar auf Facebook ein rassistisches Video geteilt hatte, das für Empörung sorgte.

Beim Video handelte es sich um einen Ausschnitt aus dem Film «300», der neu vertont wurde: «Ich brauche jetzt Asyl», sagt ein Dunkelhäutiger, und der Spartanische Krieger antwortet: «Sicher nicht in Bubikon.» Und mit den Worten «Du Scheiss-Neger» stösst ihn der Spartaner in den Abgrund.

An der nächsten Generalversammlung sollte die SVP Rüti ZH über einen möglichen Ausschluss Klambaurs entscheiden. Nun kam er der Partei mit seinem Entscheid offensichtlich zuvor.

«Als privat gedacht»

Das ehemalige Vorstandsmitglied der SVP Rüti ZH bereute das Video in einer ersten Stellungsnahme nicht: «Ich finde das witzig, man darf doch auch mal über ein ernstes Thema ein Gschpässli machen», sagt er zum «Blick».

Inhaltlich stehe er zum Video, betonte er gegenüber der Zeitung. Gepostet habe er es aber nicht selbst. Er habe das Video von einem Kollegen erhalten und irgendwie sei es auf seiner Seite gelandet. «Ich komme mit diesem Facebook auch nicht recht draus», so Klambaur.

Später nahm der Politiker noch einmal Stellung auf Facebook. Ihm sei mit der Veröffentlichung ein Missgeschick passiert, das Video sei «rein privat gedacht» gewesen. Er bedauerte, dass es «als rassistisch aufgefasst werden» könnte. «Falls ich damit Menschen verletzt habe, tut mir das unendlich leid. Ich distanziere mich von jeglichem rassistischen Inhalt», schrieb Klambaur.

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