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Crack im Bordell: «Bis zur totalen Erschöpfung»

In Zürcher Bordellen verkaufen Prostituierte Crack an Freier. Die Zürcher Drogenfachstellen kennen das Problem – und zeigen, wie Junge darauf ansprechen.

Prostituierte bieten in manchen Etablissements im Kreis 4 nicht nur ihren Körper an, sondern nutzen auch andere Mittel zur Kundenbindung (Symbolbild).
Prostituierte bieten in manchen Etablissements im Kreis 4 nicht nur ihren Körper an, sondern nutzen auch andere Mittel zur Kundenbindung (Symbolbild).
Gaetan Bally, Keystone
Besonders im Bermudadreieck zwischen Hohlstrasse und Brauerstrasse sei die Droge Crack in verschiedenen Etablissements Bestandteil der Dienstleistungen. Dies bestätigen auch Zürcher Drogenfachstellen. Bei der Arud beispielsweise kennt man Patienten, die allein durch das Milieu mit der Droge in Kontakt kamen – und nun mit ihrer Abhängigkeit kämpfen.
Besonders im Bermudadreieck zwischen Hohlstrasse und Brauerstrasse sei die Droge Crack in verschiedenen Etablissements Bestandteil der Dienstleistungen. Dies bestätigen auch Zürcher Drogenfachstellen. Bei der Arud beispielsweise kennt man Patienten, die allein durch das Milieu mit der Droge in Kontakt kamen – und nun mit ihrer Abhängigkeit kämpfen.
Peter Lauth
Crack oder Freebase ist Kokainsalz, das mittels einer basischen Lösung geraucht wird (Bild: Crackkonsument in Guatemala). Die Wirkung ist massiv stärker als beim Schnupfen von Kokain, dauert aber kürzer an. «Das Verlangen, nachzulegen, ist massiv», erklären Fachleute. Deshalb sei das Abhängigkeitsrisiko auch deutlich höher. Dennoch seien die Zahlen von Betroffenen in Zürich seit Jahren stabil. Gerade Junge würden aus Kostengründen – und weil dem Basen ein schlechtes Image anhafte – kaum auf die Droge ansprechen. «Das Problem betrifft Männer ab 30 Jahren.»
Crack oder Freebase ist Kokainsalz, das mittels einer basischen Lösung geraucht wird (Bild: Crackkonsument in Guatemala). Die Wirkung ist massiv stärker als beim Schnupfen von Kokain, dauert aber kürzer an. «Das Verlangen, nachzulegen, ist massiv», erklären Fachleute. Deshalb sei das Abhängigkeitsrisiko auch deutlich höher. Dennoch seien die Zahlen von Betroffenen in Zürich seit Jahren stabil. Gerade Junge würden aus Kostengründen – und weil dem Basen ein schlechtes Image anhafte – kaum auf die Droge ansprechen. «Das Problem betrifft Männer ab 30 Jahren.»
Ap Photo/Rodrigo Abd
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In den Bordellen im Kreis 4 verdienen Prostituierte nicht nur an käuflichem Sex, sondern in hohem Masse am Verkauf von Crack. Wie ein Betroffener erzählt, schaffen sie damit eine besondere Form der Kundenbindung: Die Freier verschulden sich, kommen immer wieder – und müssen zum Schuldenabbau Gefälligkeiten leisten, wie Handynummern auf ihren Namen registrieren zu lassen, welche die Prostituierten danach nutzen können.

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