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Damals – als es bei uns noch richtige Winter gab

Im Extremwinter 1928/29 war es arktisch kalt. Ob die jüngere Generation je eine Zürichseegfröörni erleben wird wie letztmals 1963, ist unwahrscheinlich.

Bei Thalheim war die Thur 1929 mit bis zu 3 Meter hohem Packeis bedeckt.
Bei Thalheim war die Thur 1929 mit bis zu 3 Meter hohem Packeis bedeckt.
PD/Sammlung Gemeinde Thalheim

Ein Bild mit Packeis wie in Grönland zeigt die aktuelle «Dorfposcht» von Thalheim an der Thur. Heute, nach einem lauwarmen, grünen Januar, weckt ein solches Bild Sehnsucht und – bei den älteren Zeitgenossen – Jugenderinnerungen.

Mit «Damals» ist die Bildgeschichte des Marthaler Historikers Reinhard Nägeli überschrieben. Damals, als es noch so richtig kalt wurde. Das spektakuläre Bild stammt aus dem Extremwinter 1928/29. Es zeigt die zugefrorene Thur. Die «Thurgauer Chronik» schrieb: «Nie seit hundert Jahren herrschte in ganz Europa eine so niedrige Temperatur wie in der Zeit vom 10. bis 16. Februar 1929. Durch Eingefrieren von Wasser- und Gasleitungen und Aborten entstand überall ein gewaltiger Schaden. In der Thur bildete sich oberhalb der Pfyner Brücke bis nach Gütighausen auf einer Strecke von 1700 Metern eine 2 bis 3 Meter dicke Schicht von Packeis mit mächtigen, zum Teil aufeinandergeschichteten Blöcken.»

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