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Damit die Tochter Pilotin wird statt Prinzessin

Der Kanton Zürich veröffentlicht ein ungewohntes Memory-Spiel: Die Bildpaare bilden je ein Mann und eine Frau im gleichen Beruf – um Klischees zu erschüttern.

Das neue Gleichstellungs-Memory: Im Cockpit sitzt mal ein Mann, mal eine Frau. Bild: PD
Das neue Gleichstellungs-Memory: Im Cockpit sitzt mal ein Mann, mal eine Frau. Bild: PD

Kindern stehen alle Berufe offen – theoretisch. Doch die Rollenbilder «typisch Mädchen» und «typisch Junge» sitzen tief: Ein Mädchen, das Pilotin werden will? Ein Junge, der in einer Krippe arbeiten will? Beides erscheint auf den ersten Blick noch immer ungewohnt.

Das kommt nicht von ungefähr, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons: «Schon kleine Kinder nehmen wahr, welche Berufe von Männern und welche von Frauen ausgeübt werden.» Nur selten sehen sie im Alltag, in Bilderbüchern oder beim Spielzeug eine Pilotin oder einen Kleinkindererzieher.

Um daran etwas zu ändern, haben die kantonale Fachstelle für Gleichstellung und der Zürcher Lehrmittelverlag gemeinsam ein besonderes Memory-Spiel entwickelt: «Deck auf! Das Berufespiel». Es enthält 72 Spielkarten, auf denen 36 Berufe abgebildet sind, die jeweils durch einen Mann und durch eine Frau repräsentiert werden.

Für eine wirklich freie Berufswahl

Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) hat dieses Spiel am heutigen Dienstagnachmittag im Zürcher Schulhaus Im Gut einer ersten Primarklasse und den Medien vorgestellt. Es soll dazu beitragen, «das Spektrum möglicher Berufe für Kinder zu erweitern und möglichst offen zu halten». Als junge Erwachsene sollen sie dann eine Ausbildung und einen Beruf wählen, die ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechen – unabhängig von Geschlecht und Rollenbildern.

Jacqueline Fehr schaut den Erstklässlerinnen beim Spielen zu. Bild: Walter Bieri
Jacqueline Fehr schaut den Erstklässlerinnen beim Spielen zu. Bild: Walter Bieri

Das Spiel wird an alle Schulen, Kindergärten, Horte und Krippen im Kanton Zürich verteilt. Interessierte Eltern können es beim Lehrmittelverlag erwerben.

SDA/hub

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