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Dank der Arztassistentin kann die Chirurgin mehr operieren

Im Kantonsspital Winterthur entlasten Pflegefachleute die Assistenzärzte bei der Arbeit auf der Bettenstation. Das könnte Schule machen.

Es war die Idee von Stefan Breitenstein, dem Direktor des Departementes Chirurgie am Kantonsspital Winterthur (KSW): Erfahrene, speziell ausgebildete Pflegefachleute können auf den chirurgischen Bettenstationen einige ärztliche Aufgaben übernehmen. Die Chirurgen haben nämlich ein Problem. Um den Facharzttitel zu bekommen, müssen die Assistenzärzte eine bestimmte Anzahl Operationen durchgeführt haben. Früher, als es noch keine Arbeitszeitbeschränkung gab, erreichten sie die nötigen Zahlen innert weniger Jahre. Heute, mit der 50-Stunden-Woche, ist es für sie schwieriger. Umso mehr weil es auch mehr Ärztinnen gibt und dadurch die Teilzeitarbeit zugenommen hat und die Bürokratie im Gesundheitswesen viel Zeit in Anspruch nimmt. Dank der Entlastung durch Pflegefachpersonen auf der Station haben die Assistenzärzte deshalb mehr Zeit für Operationen.

Das Ganze läuft im Rahmen eines dreijährigen Projektes. Start war 2014, aktuell sind acht sogenannte Clinical Nurses im Einsatz. Sie sind ins jeweilige Ärzteteam integriert und arbeiten im Tandem mit einem Assistenzarzt oder einer Assistenzärztin, die sie unterstützen und auch beaufsichtigen. Diese Pflegeexpertinnen dürfen stabile Patienten medizinisch betreuen, sie führen die Visiten durch, regeln die Aufnahme und Entlassung von Patienten, organisieren Untersuchungen und Therapien und dokumentieren die Behandlungen.

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