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Das Dilemma der SVP mit Schibli

Gesehen & gehört: Im Foyer des Zürcher Kantonsrats wurde über Pisten, Plakate, Tramspesen und die Nachfolge der SVP im Nationalrat debattiert.

Der damalige Nationalrat Ernst Schibli mit dem SVP-Maskottchen Zottel (Oktober 2011). Foto: Steffen Schmidt (Keystone)
Der damalige Nationalrat Ernst Schibli mit dem SVP-Maskottchen Zottel (Oktober 2011). Foto: Steffen Schmidt (Keystone)

Es gibt das Kinderlied «Hans im Schnäggeloch», das die Situation von Alt-SVP-Nationalrat Ernst Schibli treffend ausdrückt: «Was er will, das hät er nöd, und was er hät, das will er nöd.» Schibli wurde 2011 aus dem Nationalrat abgewählt. Jetzt ist er erster Ersatz und könnte für Hans Kaufmann nach­rücken. Doch ob er will, das wissen nicht einmal seine engsten Vertrauten. «Ich bin noch nicht so weit», sagt er auf Anfrage. Mehr wissen weder Parteipräsident Alfred Heer noch Schiblis Kol­legen aus dem Bauernverband, Präsident Hans Frei und Kantonsrat Martin Haab. Dass Gemüsebauer Schibli, der wie kaum ein anderer die Ochsentour durch die Partei absolviert hat, noch ein wenig bockt, kann ihm niemand übel nehmen. Schliesslich beherbergt er Geissbock und Parteimaskottchen Zottel. Die Parteileitung ist in einer delikaten Situation: Sie kann unmöglich einen treuen, verdienten Bauern zugunsten des zweiten Er­satzes – Quereinsteiger, Millionär und Banker Thomas Matter – wegmobben.

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