Zum Hauptinhalt springen

Das Ende der Zürcher Zweisamkeit

Lange konnten die Bürgerlichen damit werben, dass man sie zu zweit in den Ständerat schicken müsse – sonst seien die Zürcher Stimmen verschenkt. Heute könnten das andere behaupten.

Das Vorbild: Hans Hofmann (SVP) und Trix Heberlein (FDP) waren die Letzten, die mit dem Argument der ungeteilten Standesstimme die Wahl gewannen.
Das Vorbild: Hans Hofmann (SVP) und Trix Heberlein (FDP) waren die Letzten, die mit dem Argument der ungeteilten Standesstimme die Wahl gewannen.
Keystone
Nur bedingt kompatibel: Ruedi Noser (FDP) und Hans-Ueli Vogt kommen auf einer Skala von 0 bis 100 auf eine politische Distanz von 47 (Werte bis 25 weisen auf eine relativ grosse Übereinstimmung hin). Nah sind sie sich in der Wirtschaftspolitik (23), fern in Fragen der Aussenpolitik (59) und Sicherheit (53).
Nur bedingt kompatibel: Ruedi Noser (FDP) und Hans-Ueli Vogt kommen auf einer Skala von 0 bis 100 auf eine politische Distanz von 47 (Werte bis 25 weisen auf eine relativ grosse Übereinstimmung hin). Nah sind sie sich in der Wirtschaftspolitik (23), fern in Fragen der Aussenpolitik (59) und Sicherheit (53).
TA/Keystone
Das Duo, das laut der TA-Wahlumfrage die besten Chancen hat, wäre mit Sicherheit nicht das kompatibelste: Daniel Jositsch und Reudi Noser weisen eine politische Distanz von 57 auf. Die grösste Nähe haben sie in Sachen Sicherheit (26) und Aussenpolitik (33). Sehr fern sind sie sich hingegen im Umweltschutz (72) und der Wirtschaftspolitik (67).
Das Duo, das laut der TA-Wahlumfrage die besten Chancen hat, wäre mit Sicherheit nicht das kompatibelste: Daniel Jositsch und Reudi Noser weisen eine politische Distanz von 57 auf. Die grösste Nähe haben sie in Sachen Sicherheit (26) und Aussenpolitik (33). Sehr fern sind sie sich hingegen im Umweltschutz (72) und der Wirtschaftspolitik (67).
TA/Keystone
1 / 8

Es war einmal eine Formel, die den Bürgerlichen viel Erfolg in den Ständeratswahlen brachte. Und wenn sie nicht gestorben wäre, würde sie jetzt wieder überall beschworen: die «ungeteilte Standesstimme». Die Idee, dass es nicht sehr sinnvoll sei, ein Duo in die Kammer der Kantone zu schicken, das sich in wichtigen Fragen dauernd neutralisiert. Dass es vielmehr zwei braucht, die ähnlich ticken – und das hiess im Kanton Zürich traditionell: zwei Bürgerliche. Bloss gilt das heute nicht mehr; das führen neue Analysemethoden vor Augen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.