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Junge Zürcher mit einer alten Idee

Die Juso verlangen ein Jugendzentrum im Globus-Provisorium – 50 Jahre nach den Krawallen, die durch diese Forderung ausgelöst wurden. Die Aktion sei aber ernst gemeint.

Alte Forderung wiederbelebt: Die Juso verlangen per Transparent ein Jugendzentrum. (Video: PD)

Die Stadtzürcher Juso bringen sich mit einer Idee ins Gespräch, die mehr als doppelt so alt ist wie all ihre Mitglieder: Das Globus-Provisorium über der Limmat soll in ein Jugendzentrum verwandelt werden. Ein Transparent mit einer entsprechenden Forderung haben die Jungsozialisten am Mittwochmorgen über dem Eingang zum Gebäude aufgehängt.

Am Mittwochmorgen brachten die Mitglieder der Juso Stadt Zürich das Transparent an. (Foto: PD)
Am Mittwochmorgen brachten die Mitglieder der Juso Stadt Zürich das Transparent an. (Foto: PD)

Ein Jugendzentrum an diesem Ort verlangten Zürichs Jugendliche schon vor 50 Jahren. Damals ohne Erfolg, was dann Auslöser für den Globus-Krawall vom 29. Juni 1968 wurde. Laut Juso-Co-Präsident Nicola Siegrist handelt es sich bei der Wiederaufnahme dieser alten Forderung aber um mehr als bloss um eine historische Reminiszenz. Es sei auch nicht nur ein reiner PR-Gag, um etwas Öffentlichkeit zu erlangen, sondern durchaus ernst gemeint.

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Der Globus-Krawall:

Rückblick auf die Unruhen: So wurde 1968 berichtet (Video: Youtube)

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Auf ihrer Website schreiben die Juso dazu: «Junge Künstler und Künstlerinnen, welche die Grenzen der Kunst ausreizen möchten, haben kaum Räume, ihre Inszenierungen und Arbeiten an die Leute zu bringen. Wenn der Leistungsdruck und die Erwartungen an junge Menschen immer mehr steigen, braucht es Frei- und Rückzugsräume, wo sie ihre Bedürfnisse erfüllen können und ohne den ständigen Konsumdruck existieren dürfen.» Lara Can, Co-Präsidentin der Juso dazu: «Ein Raum, über welchen wir selbst bestimmen können, ist längst überfällig.»

Stadtrat will dort einen offenen Platz

Der Stadtrat erarbeitet derzeit Pläne für eine Umgestaltung des zentral gelegenen Areals zu einem offenen Platz. Der Vorschlag stammt aus dem ehemaligen Departement von Filippo Leutenegger (FDP). Auslöser der Diskussionen ist ein politischer Vorstoss der Linken, der allerdings eine etwas andere Stossrichtung hatte. Vor diesem Hintergrund haben die Diskussionen ums Globus-Provisorium zuletzt wieder zugenommen.

Die Juso ist der Meinung, dass der Vorschlag von Leutenegger die Bedürfnisse der Bevölkerung ingnoriert. «Insbesondere jene der Jugend», sagt Co-Präsidentin Can. Der Vertrag mit dem Coop läuft noch bis Ende 2019, bis dahin muss die weitere Nutzung des Areals bestimmt werden.

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