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Das Geisterhaus vom Uetliberg wird wiederbelebt

Im leer stehenden Gasthaus Baldern hat es seit drei Wochen einen Kiosk. Das könnte erst der Anfang sein.

Seit 2000 wird der Berggasthof Baldern auf dem Uetliberg nicht mehr betrieben. Nun wird an Wochenenden und Feiertagen ein Kiosk geführt. (Bild: TA-Archiv)
Seit 2000 wird der Berggasthof Baldern auf dem Uetliberg nicht mehr betrieben. Nun wird an Wochenenden und Feiertagen ein Kiosk geführt. (Bild: TA-Archiv)

Seit 17 Jahren ist das Haus auf dem südlichen Gratweg des Uetlibergs geschlossen. Das Haus ist leer, die Fensterläden sind geschlossen, es hat kein Wasser und keine Heizung. Nun hat der Verein Pro Uetliberg eine Petition mit 2000 Unterschriften zur Wiedereröffnung der Gaststätte eingereicht.

Wie der Verein in seinem Mitteilungsblatt schreibt, sind die Unterschriften am 21. November der kantonalen Baudirektion übergeben worden. Die Originale der Unterschriftenbögen seien dem Besitzer des Berggasthauses Baldern, Charles Roulet, bereits im Oktober im kleinen Rahmen überreicht worden. Der 67-Jährige aus der Hotel-Baur-au-Lac-Dynastie wohnt auf dem Gut Mädikon, bestehend aus einer Villa, Bauernhof und Kapelle, zwischen Felsenegg und Uto Kulm. Beim Gespräch mit den Pro-Uetliberg-Vertretern sagte Roulet, dass das Berghaus aus geschäftlichen Überlegungen nicht erste Priorität habe. Er versprach aber, sich um das Gebäude zu kümmern, da es ihm sehr am Herzen liege.

Sechs Millionen für Renovation

Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagt Roulet, dass das Berggasthaus seit drei Wochen einen Kiosk betreibe, der wetterabhängig an Wochenenden und an Feiertagen offen sei. Der Imbissstand wird von seinem Schwiegersohn betrieben. Die Wanderer würden sich saisonbedingt vor allem mit Suppe und Glühwein verköstigen. Man werde nun beobachten, wie das Geschäft läuft.

Bezüglich der Renovationspläne gibt sich Roulet bedeckt; rund sechs Millionen Franken müssten in den Berggasthof investiert werden, um ihn wieder bewohnbar und betriebsbereit zu machen. Es handle sich finanziell um ein grosses Wagnis, da die Baldern verkehrstechnisch schlecht bis gar nicht angebunden sei. Deshalb versuche man es zunächst mit dem Imbissstand, um gewisse Erfahrungswerte zu erhalten.

In einem früheren TeleZüri-Beitrag hatte Roulet gesagt, dass nur an rund zwölf Wochenenden im Jahr mit viel Betrieb zu rechnen sei. Den Gasthof gewinnbringend zu führen, sei kaum möglich. Er sei schon zufrieden, wenn das Projekt selbsttragend sei.

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