Das gibt es bald unter dieser Kuppel im Kinderzoo zu sehen

Morgen startet der Kinderzoo in seine Sommersaison – die letzte mit den Seelöwen. Nun steht fest, welche Tiere im geplanten Neubau auftreten werden.

Platz für 600 Personen: Der geplante Otarium-Ersatzneubau im Kinderzoo Rapperswil.

Platz für 600 Personen: Der geplante Otarium-Ersatzneubau im Kinderzoo Rapperswil. Bild: Visualisierung Carlos Martinez Architekten

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Um 9 Uhr morgen Samstag ist es so weit: Knies Kinderzoo startet in die Sommersaison 2019. Bis zum 31. Oktober ist die Anlage in Rapperswil wieder geöffnet. Es wird die letzte Saison sein, in der die patagonischen Seelöwen Che, Lupe und Pauline zusammen mit ihren Trainern Luis und Gonzalo im Kinderzoo auftreten werden. Danach wird das sogenannte Otarium, die Arena, in denen die Seelöwen-Show jeweils stattfand, abgerissen.

An seine Stelle unweit des Eingangs zum Zoo wird ein Holzelementbau mit einem 26 Meter hohen Turm entstehen. Im November beginnen die Bauarbeiten, im Sommer 2020 soll er bereits fertiggestellt sein, wie die Zooleitung am Donnerstag vor den Medien bekannt gab.

Platz für bis zu 600 Personen

Das neue Gebäude sei im Vergleich zum Altbau «weniger klotzig», sagt Franco Knie senior, Gesamtverantwortlicher von Knies Kinderzoo, gegenüber der «Linth-Zeitung». Die ­Arena im Innern verfügt dennoch über eine Fläche von 623 Quadratmetern und eine Manege samt Hebebühne und ausziehbarer Tribühne. Das Gebäude hat zudem ein ringförmiges Untergeschoss für Technik- und Lagerräume.

Arena für bis zu 600 Personen: Das Innere des Neubaus. (Visualisierung: Carlos Martinez Architekten)

Im Innern tritt tagsüber künftig Tierdresseurin Rosi Hochegger mit ihren Hunden und Pferden auf. Bis zur Fertigstellung des Gebäudes finden ihre Shows jeweils in der Reithalle vis-à-vis vom Kinderzoo statt. Abends plant der Zoo in dem Neubau, in dem bis zu 600 Personen Platz finden, Events, Galadiners und Zirkusshows. Auch Konzerte sind darin möglich. Ziel ist es, den Ersatzneubau ganzjährig bewirtschaften zu können.

Besserer Schallschutz

Wie Knie versichert, werden trotzdem nicht allabendlich Anlässe stattfinden. «Es ist keine Partymeile geplant», sagt er. Der geschlossene Neubau sei akustisch sehr durchdacht, und im Vergleich mit dem jetzigen, offenen Otarium werde es künftig weniger Lärm geben. Die Fassade verfügt über einen Schallschutz, um Quartierbewohner vor Emissionen zu schützen. Der markante Turm über dem Rundbau ist mit Metall eingekleidet. Die Flächen sind jedoch matt gehalten, damit reflektierende Sonnenstrahlen keine Gefahr für die Vögel darstellen. Dies sei im Austausch mit der Vogelwarte Sempach so entwickelt worden.

«Es ist keine Partymeile geplant.»Franco Knie senior

Der Ersatzneubau des Otariums ist aber nicht das einzige Bauprojekt des Zoos. Auch die Himmapan-Lodge, die vor vier Jahren eröffnet wurde, wird vergrössert. Genauer erstellt der Kinderzoo auf der Terrasse des Thai-Restaurants einen überdachten Erweiterungsbau für 120 zusätzliche Gäste. Gemäss «Linth-Zeitung» findet die Einweihung im April statt.

Seelöwenhaltung kein Tierschutzfall

Der Kinderzoo startet also in eine Saison voller Neuerungen und beendet die Ära der Seelöwen-Shows, die seit 1997 im Otarium stattfanden. Die Seelöwen lösten damals die Delfine ab, nachdem die Haltung dieser Meeressäuger schweizweit kritisiert worden war. Seit rund fünf Jahren steht auch die Haltung von Seelöwen in der Kritik. Samuel Furrer, Leiter Fachstelle Wildtiere beim Schweizer Tierschutz (STS), hält die heutige Anlage in Rapperswil von der Grösse und Struktur her lediglich für «beschränkt geeignet», obwohl sie den gesetzlichen Bestimmungen entspreche.

Neue Attraktion im Kinderzoo: Wo der Neubau entstehen wird (Grafik: Carlos Martinez Architekten)

Franco Knie betont jedoch vor den Medien, der Entscheid gegen die Weiterführung der Seelöwen-Shows habe nichts mit der Kritik von Tierschützern zu tun. «Unsere Seelöwenhaltung war nie ein Tierschutzfall. Das Wohl der Tiere liegt uns sehr am Herzen.» Er fügt jedoch hinzu, dass die bestehende Anlage stark veraltet sei, und ein Neubau, der allen geltenden Vorschriften entspräche, würde laut Knie fast das gesamte Kinderzoo-Areal einnehmen und wäre mit immensen Kosten verbunden gewesen. Der Zoo sucht derzeit für die drei Seehunde passende Plätze «in südlichen Gefilden». (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.03.2019, 10:43 Uhr

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