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«Das Glückspiel hat ganze Familien in den Ruin getrieben»

In Zürich soll ein neues Casino entstehen. Während sich die Stadt Zürich über Millionenerträge freut, richtet der Kanton eine Fachstelle gegen Glücksspielsucht ein. Denn diese hat verheerende Folgen.

Mit jedem neuen Casino steigt die Zahl der Süchtigen: Für die Prävention ist der Bund zuständig.
Mit jedem neuen Casino steigt die Zahl der Süchtigen: Für die Prävention ist der Bund zuständig.
Reto Oeschger

Wo Casinos sind, da fliesst das Geld. 936 Millionen wurden 2009 in Casinos umgesetzt. Ein Teil der Casinoerträge sollen künftig auch die Kassen der AHV, von Zürich Tourismus und der Stadt füllen.

Doch das Glücksspiel hat auch Schattenseiten. «Bisherige Studien gehen davon aus, dass zwischen 0,25 und 2 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ein problematisches oder gar pathologisches Spielverhalten zeigen», schreibt der Regierungsrat des Kantons Zürich heute Donnerstag in einer Mitteilung. Der Kanton will einem Aspekt der Spielsucht nun begegnen: Der Lotteriespielsucht. Die kantonale Sicherheitsdirektion kündigte heute an, eine Fachstelle für Prävention und Behandlung einzurichten. Diese soll einerseits Prävention betreiben, andererseits Abhängigen und ihren Angehörigen niederschwellige psychologische Hilfe anbieten.

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