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Das goldene Profil

Die Zürcher Ständeratswahlen werden spannend – vor allem im ersten Wahlgang. Nicht mal ein Noser hat die Wahl auf Anhieb sicher.

Diese These ist nicht besonders gewagt: An Ruedi ­Noser (FDP) und Daniel Jositsch (SP) als neue Zürcher Ständeräte führt kein Weg vorbei. Beide haben – wie ihre Vorgänger Verena Diener (GLP) und Felix Gutzwiller (FDP) – das goldene Ständeratsprofil: Sie sind majorzfähig, über ihre Parteigrenzen hinaus wählbar, beide sind Charakterköpfe – und sie beide zusammen würden den Kanton Zürich in Bern fast optimal vertreten. Besser gar als das heutige Duo, zumindest seit Diener nach rechts gerutscht ist.

Warum sind die beiden klare Favoriten? Noser hat es vom Maschinenschlosser ohne Vitamin B zum erfolgreichen Unternehmer und undogmatischen Musterfreisinnigen moderner Prägung gebracht. Sein Weg imponiert auch Linken. Jositsch wiederum ist zwar ein strammer Genosse, als Strafrechtsprofessor mit Bekenntnis zu Recht und Ordnung aber auch eine Autoritätsperson für Bürgerliche.

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