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Das günstigste Zürcher Spital steht in Dielsdorf

Das preiswerteste Spital im Kanton kostet 8155 Franken pro stationären Patienten. Die teuerste Klinik kommt auf über 12'000 Franken. Dies ergibt ein Fallkostenvergleich der Gesundheitsdirektion.

Heute Freitag veröffentlichte die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich ihren Fallkostenvergleich der Listenspitäler. Als Richtwert – sogenannte Benchmark – setzt sie die Kosten des Spitals Bülach: Hier lagen die Fallkosten bei durchschnittlich 9403 Franken. Das günstigste der verglichenen 18 Spitäler ist die Klinik Adus Medica in Dielsdorf, das teuerste die Klinik Susenberg in Zürich. 8155 Franken hat 2012 in der Adus Medica ein stationärer Patient durchschnittlich gekostet. 12'742 Franken waren es in der Klinik Susenberg. Berechnet werden alle Leistungen der Grundversicherung.

Nicht in den Fallkostenvergleich einbezogen sind die Universitätsspitäler. Aufgrund ihrer speziellen Patientenstrukturen können sie nicht mit den übrigen Spitälern verglichen werden. Wie die Gesundheitsdirektion schreibt, werden sie mit den anderen Unispitälern in der Schweiz verglichen. Dieser Fallkostenvergleich für 2012 steht allerdings noch aus.

Fallpauschale bei 9480 Franken

Die Zürcher Listenspitäler haben im vergangenen Jahr insgesamt 204'000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Für den Vergleich wird jeweils mit dem Klassifikationssystem Swiss DRG für jeden Patienten die Fallschwere festgelegt. Mit einem durchschnittlichen Schweregrad von 1,111 liegt der Kanton Zürich laut Mitteilung um elf Prozent über dem Schweizer Swiss-DRG-Normfall.

In der Kostenberechnung ist die Fallschwere berücksichtigt, wie Hansjörg Lehmann, Geschäftsleiter Gesundheitsversorgung in der Gesundheitsdirektion, sagte. Als Benchmark-Spital dient «seit zehn Jahren», so Lehmann, das Spital, dessen Kosten auf dem 40. Perzentil – also leicht unter dem Durchschnitt – liegen.

Dieses Jahr ist dies Bülach. Sechs Spitäler arbeiten günstiger, elf teurer. Die durchschnittlichen Bülacher Fallkosten von 9403 Franken bestätigten den Regierungsrat darin, dass die von ihm festgelegte Fallpauschale von 9480 Franken für nicht universitäre Spitäler mit Notfallabteilung richtig liege, sagte Lehmann.

Die Fallpauschale wird den Spitälern vergütet – und nicht mehr. Sind die Kosten in einem Spital höher, so muss es sie entweder via Zusatzversicherte einbringen oder drauflegen.

SDA/jcu

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