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Das Hüttendorf in der Halle

Die ersten 30 von 250 Flüchtlingen zogen gestern in die Messehalle 9 in Oerlikon. Sie wohnen in Holzhäuschen, die erst im letzten Moment fertiggestellt worden sind.

Es riecht stark nach Leim und nach Holzspänen. Und das, obwohl die Messehalle neben dem Theater 11 in Oerlikon wirklich gross ist. So gross wie neun Turnhallen. Doch der Geruch dominiert – im oberen Stockwerk stärker als im unteren. Die auf zwei Etagen verteilten 62 Holzhüttchen für die Flüchtlinge sind auch erst im allerletzten Moment fertig erstellt worden. Sie sind für vier Personen ausgelegt und haben jeweils eine Grundfläche von 18,8 Quadratmetern. Das bedeutet, dass jedem Bewohner gerade mal 4,7 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Zum Vergleich: Ein durchschnittliches Kinderzimmer in der Schweiz ist 12 Quadratmeter gross. Viel Privatsphäre bleibt da nicht. Die Einrichtung ist bei allen Häuschen gleich: zwei Einzelbetten, ein Kajütenbett, vier abschliessbare Blechschränke, ein Tisch mit vier Stühlen. Das wärs.

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