«Das ist unglaublich mühsam»

Ein Zürcher Start-up wollte aufs Areal des künftigen Innovationsparks in Dübendorf ziehen. Doch jetzt verzichtet es vorerst darauf. Der Jungunternehmer erklärt, warum.

Die nächste Generation wird von den Entwicklungen aus dem Innovationspark profitieren.

Die nächste Generation wird von den Entwicklungen aus dem Innovationspark profitieren. Bild: Visualisierung PD

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Jonas Schmid, Sie wollten sich eigentlich schon diesen Sommer mit Ihrem privaten Start-up Hivemind im Innovationspark auf dem Flugplatz Dübendorf niederlassen. Warum?
Ganz einfach: Wir glauben, dass der Innovationspark eine coole Sache wird. Wir wussten schon vor der Gründung unseres Start-ups vor zwei Monaten, dass wir uns da niederlassen wollten. Wir sind mit Hivemind im Bereich Internet of Things tätig und versuchen mit neusten Technologien weitere Bereiche digital zu vernetzen. Mit diesem Profil passen wir bestens in den Innovationspark. Wir wollten unbedingt von Anfang an Teil davon sein und mit dem Projekt wachsen.

Nun zwingt Sie die Volksabstimmung vom 26. November zum Warten. Erst muss das Volk Ja sagen, dass die Werkhallen nicht mehr zur Zone für öffentliche Bauten gehören.
Das ist unglaublich mühsam. Diese Abstimmung verzögert alles. Der Innovationspark wird kommen, keine Frage. Aber so können wir ein Jahr weniger gemeinsam am Leben von morgen tüfteln.

«So können wir ein Jahr weniger gemeinsam am Leben von morgen tüfteln.»Jonas Schmid, Unternehmer

Was macht den Reiz des Innovationsparks aus?
An diesem Ort arbeiten verschiedene Start-ups in unmittelbarer Nähe zu Abteilungen der ETH und der ZHAW, die sich mit Robotik oder dem autonomen Fahren befassen. Da entstehen Synergien, weil alle an ähnlichen Dingen herumdenken, oder es gibt Ergänzungen. Das wirkt unheimlich befruchtend.

Ist das nicht in jedem Innovationspark so?
Wir kennen andere, ähnliche Orte der Szene, den Technopark etwa oder den Impact Hub und haben dort nur super Erfahrungen gemacht. Aber der Innovationspark hebt das Ganze auf eine neue Dimension. Es ist ein offenes Feld, weil da auf dem Areal noch nichts fix ist und unglaublich viel passieren kann. Ich bin überzeugt: Da zieht es unglaublich schnell vorwärts.

Dereinst sollen im Innovationspark 25'000 Menschen arbeiten.
Ich glaube wirklich daran, dass wir da am Leben von morgen tüfteln können. Zürich soll ja Europas Silicon Valley werden. Und der Innovationspark wird ein wichtiger Teil davon sein.

Können Sie verstehen, dass das nicht alle Leute gut finden?
Nicht wirklich. Mir scheint das Erzwingen der Abstimmung ist eine Trotzreaktion all jener, die am liebsten hätten, auf dem Flugplatz würden noch heute Armeejets starten und landen.

Wie geht es nun weiter?
Unser Zwischenlösungs-Mietvertrag in den neuen Räumlichkeiten in Oerlikon läuft bis im März. Wir schauen aber gleichzeitig immer nach Dübendorf. Wir hätten eine Option auf Verlängerung. Aber vielleicht ist bis dann der kantonale Gestaltungsplan rechtskräftig.

Erstellt: 31.08.2017, 12:17 Uhr

Jonas Schmid

Der studierte Umweltingenieur hat die Hivemind AG mit zwei Partnern im Juli 2017 gegründet und ist Mitglied der Geschäftsleitung. Das Start-up hat zehn Angestellte. Hivemind entwickelt digitale Lösungen, um «die Welt intelligenter zu machen». Dazu gehört ein Sensor für Pflanzen, der angibt, wann eine Pflanze wie viel Wasser braucht. (Bild: PD)

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