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Das Kalkül der Migros am HB geht nicht auf

Ausserhalb des Zürcher Hauptbahnhofs ist Sonntagsverkauf nicht erlaubt. Auch wenn es nur wenige Meter sind.

Die neue Migros-Filiale an der Zollstrasse in Zürich ist nur ein paar Schritte vom Hauptbahnhof entfernt, aber es sind ein paar Schritte zu viel. Deshalb darf der Laden entgegen dem Versprechen auf der Tür bald nicht mehr an sieben Tagen in der Woche geöffnet sein. Der Sonntagsverkauf vom 6. Oktober ist der letzte, wie die NZZ berichtet.

Angeordnet hat dies das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), das durch einen Bericht auf «20 Minuten» vom Laden erfuhr. Dieser stehe nicht auf dem Bahnhofareal, wo der Verkauf am Sonntag erlaubt wäre. Es ist ein Urteil, das im Widerspruch steht zu jenem, das der Stadtzürcher Arbeitsinspektor vor zwei Jahren abgegeben hatte, als sich die Migros bei ihm erkundigte.

Der Laden wurde mit Kalkül dort platziert, um von den Sonderbestimmungen zu profitieren, die für den Bahnhof gelten. Das städtische Arbeitsinspektorat wurde aber Anfang Jahr aufgehoben und ins kantonale integriert. Massgebend ist deshalb das Urteil des AWA – zum Ärger der Migros, die künftig auf den umsatzstärksten Tag verzichten muss.

Konflikte auch andernorts

Die Ausdehnung der Sonderzonen mit Sonntagsverkauf haben zuletzt auch andernorts Konflikte ausgelöst. Zum Beispiel der umgebaute Hardplatz, den die Stadt als ÖV-Knotenpunkt interpretierte, weshalb sie einen Avec-Shop bewilligte. Die Gewerkschaft Unia wehrte sich dagegen und hatte in erster Instanz Erfolg. Der Fall liegt nun beim Verwaltungsgericht. Ebenfalls umstritten sind die Regeln, die in der grossen Erweiterung des Flughafens gelten sollen, dem «Circle».

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