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Das lange Strafregister von Jeton G.

Der 31-Jährige, der am 1. März in Zürich-Affoltern seinen Widersacher B. R. erschossen haben soll, ist bereits im Jugendalter als Intensivtäter aufgefallen.

Laut der «NZZ am Sonntag» soll Jeton G. vor etwa 15 Jahren mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein, wobei es um Raub, Diebstähle und Drohungen ging. In dieser Zeit stand er wiederholt vor dem Jugendrichter. Sein Vater soll ihn deshalb auch für einige Monate in die ursprüngliche Heimat Kosovo geschickt haben. Während seines Aufenthaltes in Kosovo heiratete er 2002 im Alter von 18 Jahren eine gleichaltrige Kosovarin, mit der er nach Zürich zog. Ein Jahr später erhielt der vorbestrafte Jeton G. den roten Pass.

Seine Automechanikerlehre brach er wegen Differenzen mit dem Chef ab. Geld erhielt er zeitweise vom Vater. Daneben finanzierte er sein Auskommen durch kommerziellen Hanfanbau und lebte von Sozialhilfe. Obwohl das Sozialamt in Regensdorf von den illegalen Einkünften wusste, wurden dem Familienvater die Gelder lediglich um 15 Prozent gekürzt. Der zuständige Regierungsrat Mario Fehr (SP) hat inzwischen detaillierte Angaben über das Vorgehen der Gemeinde angefordert.

Seit 2009 lebt Jeton G. mit seiner Frau und zwei Kindern in Regensdorf. In den vergangenen Jahren wurden weitere schwere Delikte aktenkundig. Im Dezember 2014 verurteilte ihn das Bezirksgericht Zürich zu vier Jahren Gefängnis. Mittlerweile wird Jeton G. von Anwalt Valentin Landmann vertreten. Zum Tötungsdelikt von Affoltern sagte Landmann, dass das Opfer B. R. zunächst Pfefferspray gegen Jeton G. eingesetzt habe. Dieser habe dann ebenfalls mit Pfefferspray reagiert. Erst danach seien Schüsse gefallen.

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