Das sind die Millionen-Verdiener beim Kanton

Der Zürcher Regierungsrat listet auf, wie viele Mitarbeiter mehr als eine Million Franken im Jahr erhalten. Und wie viele mehr als Bundesräte.

64 Personen verdienen bei den Zürcher Kantonsbetrieben mehr als Bundesräte. Praktisch alle sind bei den Spitälern angestellt.

64 Personen verdienen bei den Zürcher Kantonsbetrieben mehr als Bundesräte. Praktisch alle sind bei den Spitälern angestellt. Bild: Samuel Schalch

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Wie viel zahlt der Kanton seinen besten (oder bestverdienenden) Angestellten? Dies wollten die Kantonsräte Stefan Feldmann (SP, Uster), Daniel Häuptli (GLP, Zürich) und Lorenz Schmid (CVP, Männedorf) vom Regierungsrat wissen. Ihre Interpellation reichten sie nach den Diskussionen über hohe Saläre bei den SBB, der Post und anderen Betrieben des Bundes ein.

Wo arbeiten kantonale Salär-Millionäre?

Interessant ist vor allem die Auflistung der Spitzensaläre in den einzelnen vom Kanton kontrollierten Betrieben. Sprich: In welchen Betrieben gibt es wie viele Spitzenverdiener? Hierzu haben die Interpellanten vier Kategorien vorgegeben. Für die drei Kantonsräte dürfte die Auflistung wider Erwarten zufriedenstellend ausfallen (oder ernüchternd?). In den meisten Betrieben entlöhnt der Kanton seine Angestellten mit Salären, die in keine der vier vorgegebenen Kategorien passen. Sie sind dafür zu tief.

Die drei Interpellanten hatten zu grosse Summen im Kopf. Für ihre Kategorie D (über 2 Millionen Franken) und Kategorie C (zwischen 1,5 und 2 Millionen Franken) weist der Regierungsrat für alle 14 aufgeführten Anstalten und Organisationen keine Personen aus.

In die Kategorie B, mit einer Gesamtentschädigung zwischen 1 und 1,5 Millionen Franken, entfallen gemäss Regierungsrat insgesamt acht Personen. Sieben von ihnen arbeiten beim Universitätsspital Zürich, eine beim Kantonsspital Winterthur.

56 Personen werden der Kategorie A zugeschlagen, die Löhne von 430'000 Franken bis 1 Million Franken beinhaltet. Mit Ausnahme einer Person von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich sind diese ebenfalls den beiden grossen Spitälern zuzurechnen (Unispital 44, Winterthur 11).

Überall ein bisschen anders

Der Regierungsrat hält fest, dass in den verschiedenen Betrieben, die der Kanton ganz oder teilweise kontrolliert, kein einheitliches Entschädigungssystem bestehe, das für alle gleichermassen gelten würde. Je nach Organisationseinheit seien «spezifische Rechtsgrundlagen» und damit andere verwaltungsrechtliche und personalrechtliche Grundsätze anwendbar.

Insgesamt hält der Regierungsrat die Entschädigungspraxis «für ein wichtiges Element der Organisationserfahrung». Je mehr Verantwortung eine Person trage, desto stärker sollte die Entschädigung die von ihr zu verantwortenden Risiken einbeziehen. Bei der Entschädigungspraxis bei den kantonalen Beteiligungen bestehe «kein grundsätzlicher Anpassungsbedarf».

Handlungsbedarf macht die Regierungsrat hingegen bei den ärztlichen Zusatzhonoraren aus. Der Kantonsrat hat einen entsprechenden Vorschlag der Regierung Ende 2017 verworfen. Die Gesundheitsdirektion prüfe derzeit alternative Massnahmen, heisst es abschliessend in der Antwort. (bra/sda)

Erstellt: 31.05.2018, 14:06 Uhr

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