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Das wäre der richtige Film gewesen

Das Schweizer Fernsehen hat seinen lange angekündigten Film über das Jugendstrafrecht ausgestrahlt. Das Werk ist nach dem Hype um Carlos so erhellend wie überfällig.

Man gewinnt Einblicke ins Leben anderer Männer mit einer ähnlichen Biografie wie derjenigen Carlos': Jugendlicher Straftäter im neuen Dokumentarfilm.
Man gewinnt Einblicke ins Leben anderer Männer mit einer ähnlichen Biografie wie derjenigen Carlos': Jugendlicher Straftäter im neuen Dokumentarfilm.

Gut ein Jahr ist es her, da löste ein Dokfilm über den Jugendanwalt Hansueli Gürber einen Sturm der Entrüstung aus. Darin zeigte Filmer Hanspeter Bäni unter anderem, wie Gürber mit dem jungen Intensivtäter Carlos umsprang und wie viel das kostete.

Jetzt doppelte Bäni mit einem neuen Film nach, der den Titel «Zwischen Recht und Gerechtigkeit» trägt. Der Anfang wirkt reisserisch, man ist versucht wegzuzappen, wenn mit dramatischen Klängen untermalt der Fall Carlos noch einmal aufgerollt wird. Wer aber länger zusieht, kommt bald nicht mehr um den Gedanken herum: Das wäre der richtige Film gewesen, der richtige Umgang mit dem Thema Jugendstrafrecht. Nicht das verunglückte Porträt über Gürber, das nur so im Vorbeigehen den Fall Carlos und seine Kosten aufgriff, ohne Hintergründe zu erklären und Vergleiche anzustellen.

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