Demo wegen Nachdemo abgesagt

Die geplante Kundgebung am Tag der Bildung findet nicht statt. Grund: Angst vor Krawallen. Diverse Gruppierungen riefen zu illegalen Aktionen auf.

Nicht zum ersten Mal wird gegen Sparmassnahmen in der Bildung protestiert: Am 19. November 2003 demonstrierten 10'000 auf dem Platzspitz. Die diesjährige Kundgebung wurde aus Furcht vor Ausschreitungen abgesagt.

Nicht zum ersten Mal wird gegen Sparmassnahmen in der Bildung protestiert: Am 19. November 2003 demonstrierten 10'000 auf dem Platzspitz. Die diesjährige Kundgebung wurde aus Furcht vor Ausschreitungen abgesagt. Bild: Steffen Schmidt/Keystone

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Am kommenden Mittwoch wollten Lehrer und Schüler gegen Sparmassnahmen in der Bildung demonstrieren. Nun ist diese Kundgebung abgesagt worden. Die Organisatoren begründen die Absage damit, dass verschiedene Gruppierungen den Anlass für ihre Zwecke nutzen wollten und unter anderem zu einer Nachdemo aufriefen. Davon distanzieren sich die Organisatoren in aller Form, wie sie in einer Mitteilung von heute Montag schreiben. Zur Kundgebung waren Tausende von Menschen erwartet worden.

Nach Einschätzung des Vereins «Zürcher Bildung» ist «die Gefahr einer Eskalation in der Menschenmenge oder im Anschluss an den Anlass zu gross». Sie befürchten auch, dass ihre positive Botschaft für die Bildung durch illegale Aktionen ins Gegenteil verkehrt würde. Mit ihren Aktionen wollen die Vertreter aus verschiedenen Bildungsinstitutionen ein Zeichen gegen die angekündigten Sparmassnahmen im Schulbereich setzen.

Die Gewerkschaft Vpod Zürich ist enttäuscht von der Absage. Nach ihrer Einschätzung wäre «mit der nötigen Gelassenheit aller Beteiligten» eine «lautstarke, kämpferische aber friedliche Kundgebung» möglich gewesen. Der Vpod werde aber nicht alleine für eine Kundgebung mobilisieren, rufe aber dazu auf, an den vielfältigen Veranstaltungen an den Schulen teilzunehmen.

Programm an Schulen wird durchgeführt

Der Tag der Bildung an den Schulen findet wie geplant statt. Auch die Botschaft bleibe unverändert, heisst es in der Mitteilung des Vereins «Zürcher Bildung».

Am Vormittag stehen an den Mittelschulen des Kantons, an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) sowie an einzelnen Berufsfach-, Berufsmaturitäts- und Volksschulen die Türen für die Bevölkerung offen. An vielen Institutionen werden staatsbürgerliche Podiumsdiskussionen mit Kantonsräten organisiert.

Am Nachmittag findet an der Kantonsschule Enge in Zürich ein Podiumsgespräch zur «Zukunft der Bildung» statt, zu dem Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP), Ständerat Daniel Jositsch (SP) und weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildung sowie die kantonalen Schülerorganisationen eingeladen sind.

Zürcher Bildungsinstitutionen und -verbände wollen gemeinsam auf den Wert und die Bedeutung der Bildung für die Gesellschaft sowie für den Forschungs- und Wirtschaftsplatz Zürich aufmerksam machen. (sda/pu)

Erstellt: 11.01.2016, 11:48 Uhr

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