Aus der Anti-Terror-Zentrale der Zürcher Kapo

Bruno Keller ist einer jener Offiziere, die in Zürich einen Einsatz gegen Terroristen oder Amokläufer leiten würden.

Bruno Keller stand einst mit der Einheit Diamant an der Front. Heute ist er Sicherheitschef in der Kantonspolizei. Foto: Doris Fanconi

Bruno Keller stand einst mit der Einheit Diamant an der Front. Heute ist er Sicherheitschef in der Kantonspolizei. Foto: Doris Fanconi

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Berlin, Ansbach, Baton Rouge, Dallas, München, Nizza, Saint-Etienne-du-Rouvray, Würzburg – eine Serie von Attentaten in Europa und den USA erschütterte in den letzten Monaten die Öffentlichkeit. Bilder von toten Passanten und Polizisten mit Sturmhauben in Fussgängerzonen waren plötzlich Alltag. Wie geht die Zürcher Kantonspolizei mit dieser Bedrohungslage um? Was tut sie, um zu verhindern, dass im bevölkerungsreichsten Schweizer Kanton Ähnliches geschieht? Und wie würde sie im Ernstfall reagieren?

Bruno Keller leitet die Sicherheitspolizei der Kapo Zürich. Er wartet im Hauptquartier an der Kasernenstrasse und führt ins Lagezentrum – ein Saal, der von einem lang gezogenen Sitzungstisch beherrscht wird. An dessen Kopfende klebt eine Etikette, «GEL» steht da, Gesamteinsatzleiter. Wenn sich ein «Grossereignis» abzeichnet, nimmt hier ein Pikettoffizier Platz. Zum Beispiel Bruno Keller.

Angenommen, Sie sitzen zu Hause im Garten, wenn Sie die Meldung erreicht: Schüsse im Glattzentrum. Was tun Sie als Erstes?
Ich überlege mir: Wohin gehe ich? An die Front oder ins Lagezentrum? Eine Schiesserei im Glattzentrum würde eine sogenannte Grossereignis-Organisation auslösen. Das bedeutet: Ich übernehme die Gesamtleitung, wenn ich Pikett habe. Mit dem Auto bin ich mit Blaulicht und Horn in wenigen Minuten hier, wo alle Fäden zusammenlaufen. Es gibt dann zwei Einsatzleiter: einen am Ort des Geschehens und einen zweiten in diesem Raum, der jenem an der Front den Rücken freihält und einen Rahmen vorgibt. Es kann zum Beispiel heissen: so lange wie möglich verhandeln. Flucht um jeden Preis vermeiden.

Sie kommen also im Lagezentrum an. Es ist von mehreren Schützen die Rede, Berichte widersprechen sich.
Wir verschaffen uns sofort einen Überblick. Wir müssen so schnell wie möglich wissen: Welche Informationen sind gesichert? Die Leute an der Front und jene im Lagezentrum tauschen sich intensiv aus. Hier prüfen wir, was hereinkommt: Fotos, Videos, Anrufe. In der Befehlssprache sagen wir: Wir verdichten die Informationen zu einer «Lage». Dafür haben wir Spezialisten, die Informationen aufbereiten, verifizieren und offene Fragen abklären lassen.

Beim Anschlag in München hiess es lange, es gehe um drei mögliche Täter. Wie trennen Sie falsche Gerüchte von Fakten?
Der Grundsatz lautet: Wir nehmen alle Meldungen ernst. Die Gefahr ist, dass man eine wichtige Information übersieht, weil man sie für unbedeutend hält – und dann falsche Schlüsse zieht. Wir überprüfen und protokollieren also jede Meldung einzeln.

In München hat die Polizei einen Kanal eingerichtet, über den die Bevölkerung Fotos oder Videos hochladen konnte.
Eine solche Upload-Möglichkeit gäbe es auch in Zürich. Die Informationen würden ebenfalls zu den Nachrichtenspezialisten fliessen, die sie überprüfen, bewerten und verbreiten. Gleichzeitig würden wir die Bevölkerung über Social Media und andere Kanäle informieren, was geschieht und wie sie sich verhalten soll.

Es ist also erwünscht, dass Zeugen Bild- oder Videomaterial an die Polizei schicken?
Ja. Wir sind froh, wenn die Informationen zu uns kommen – und nicht auf den sozialen Medien geteilt werden. Das könnte der Gegenseite helfen. Man sah bei den Pariser Anschlägen, dass der Gegner dank Internetinformationen wusste, wo die Polizei präsent war.

In München wurden 2300 Beamte aufgeboten. Wie entscheiden Sie, wie viele Polizisten Sie brauchen?
Genau deshalb ist es entscheidend, eine gute Lageübersicht zu haben. Wenn ich weiss, dass es um einen einzelnen Amoktäter geht, ist das ein verhältnismässig übersichtlicher Fall. Wenn es aber heisst, es seien mehrere Verdächtige unterwegs, dann wird man grösser fahren. Im Kanton Zürich haben wir sehr starke Polizeikräfte. Bei Bedarf können wir grosse Teile des Korps mit einem Knopfdruck alarmieren. Für die Stadtpolizei gilt das Gleiche. Gleichzeitig würden wir Prioritäten setzen: Gewisse Sachschadenunfälle, Ladendiebstähle oder Nachtruhestörungen würden wir eine Zeit lang nicht mehr aufnehmen. Dafür haben wir eine Verzichtsplanung gemacht.

Kann sich Ihre Reaktion verzögern, weil mit Stadt- und Kantonspolizei zwei separate Organisationen im Spiel sind?
Nein, überhaupt nicht. Es gibt ein praktisches Beispiel: Am 1. Mai leiten wir den Einsatz zusammen. Dann sitze ich in der Leitstelle der Stadt, und wir entscheiden gemeinsam. Das klappt hervorragend – so würden wir es auch bei einem sogenannten Grossereignis machen. Ein Verbindungsoffizier von uns ginge sofort zur Stadtpolizei, und einer von der Stadt käme zu uns. Wir können einander in solchen Fällen auch ins Lage- und Führungsinformationssystem hineinschauen. Wir sehen immer, was die Stadt macht, und sie sehen immer, was wir machen.

«Ich halte nicht viel von weltfremden Szenarien.»

Hat die Zürcher Polizei solche Grosseinsätze schon geübt?
Ja. Wir üben regelmässig. Und wir simulieren jeweils reale Ereignisse. Wir haben das Attentat auf der norwegischen Insel Utøya simuliert und auch den Anschlag auf die Redaktion von «Charlie Hebdo» in Paris. Ich halte nicht viel von weltfremden Szenarien. Den Fall Utøya haben wir auf einer kleinen Insel im Zürichsee geübt. Die Übungsteilnehmer im Lagezentrum wissen am Morgen um sieben Uhr nicht, was auf sie zukommt. Dann gibt man die Geschehnisse eins zu eins vor – und die Einsatzleitung muss reagieren.

Was haben Sie daraus gelernt?
Bei der letzten Übung zeigten unsere Auswertungen, dass das Einholen und Verarbeiten von Informationen zentral ist. Wir haben danach in der Geschäftsleitung der Kapo entschieden, diesen Bereich zu verstärken.

Was war das Problem? Dass Sie im Ernstfall mit Infos überflutet werden?
Genau. Wir fragten uns: Wie bewältigen wir die Flut von Nachrichten, die hereinkommt? Und wie informieren und beruhigen wir die Bevölkerung? Es ist ja genau das Ziel solcher Attacken, Angst zu verbreiten. Das wollen wir verhindern.

Wie beurteilen Sie das Risiko für ein Attentat in der Schweiz?
Wir haben heute keinerlei Erkenntnisse, die auf eine konkrete Terrorbedrohung hinweisen. Wir überprüfen die Sicherheitslage im Kanton Zürich aber laufend. Dafür stehen wir in engem Kontakt mit Behörden des Bundes und auch mit anderen Kantonen.

Was tun Sie, um zu vermeiden, dass es überhaupt zu einem Attentat kommen kann?
Das ist mir sehr wichtig: Prävention und Intervention sind für uns Teil derselben Strategie. Unsere Arbeit beginnt lange vor einem Ernstfall. Wir können nur wirksam eingreifen, wenn wir mit allen relevanten Personen vernetzt sind, wenn wir Gefahren früh erkennen.

Warum ist Ihnen diese Früherkennung so wichtig?
Sollte tatsächlich einmal etwas geschehen, wüssten wir sofort, wo wir sonst noch Gefahrenherde haben. Wenns zum Beispiel im Glattzentrum knallt, müssen wir vielleicht in einer anderen Gemeinde ein Haus kontrollieren, weil uns dort früher jemand aufgefallen ist.

Mit anderen Worten: Der grösste Teil Ihrer Arbeit ist Prävention.
Genau. Sie können als Polizist den Kampf gegen solche Schwerstkriminelle nicht auf das Ausrücken nach dem Alarm reduzieren.

Hat sich die Kapo nach den letzten Attentaten neu organisiert?
Wir haben uns bereits nach «Charlie Hebdo» im Januar 2015 überlegt, ob wir richtig aufgestellt sind, um Anschlagspläne frühzeitig zu erkennen und solche Ereignisse zu verhindern.

Ihr Fazit?
Wir haben entschieden, ein Spezialgremium auf die Beine zu stellen, das heute noch besteht: die Sonderkommission gegen schwere Bedrohungen von radikalisierten Straftätern. Da ist die Stadtpolizei Zürich dabei, die Stadtpolizei Winterthur, die Kantonspolizei, das Bundesamt für Polizei und der Nachrichtendienst. Dieses Gremium trifft sich regelmässig und tauscht sich über mögliche Gefahrenherde aus.

«Ich war schon bei ausländischen Korps, dort habe ich echte Kompetenzschwierigkeiten erlebt.»

Es ist also ein halbes Dutzend Behörden mit im Spiel. Da besteht die Gefahr, dass die eine Hand nicht weiss, was die andere tut.
Eben nicht. Mit dieser Drehscheibe entschärfen wir genau diese Gefahr. Selbst der Bund sitzt mit am Tisch. Ich war schon bei ausländischen Korps, dort habe ich echte Kompetenzschwierigkeiten erlebt. Bei uns ist es mit den drei Ebenen Bund, Kanton und Gemeinde auch kompliziert, aber es sind alle wichtigen Parteien im selben Raum. Das ist einmalig in der Schweiz. Wenn wir entscheiden: Jetzt schlagen wir zu, jetzt machen wir eine grosse Aktion, dann wissen alle relevanten Behörden Bescheid.

Wie oft trifft sich diese Kommission?
Bei besonderen Situationen kann das öfter als alle zwei Wochen sein.

Und was tut sie konkret?
Die Spezialisten beurteilen laufend die Meldungen, die von Behörden und Bevölkerung hereinkommen. Dann klären sie ab: Besteht hier Gefahr oder Handlungsbedarf? Braucht es ein Strafverfahren? Muss man observieren? Wir müssen klären, ob die betroffenen Personen gefährlich sein könnten.

Wie klingen solche Meldungen aus der Bevölkerung?
Wir erhalten zum Beispiel den Hinweis: «Am Ort X trifft sich regelmässig eine Gruppe von auffällig gekleideten Männern, immer zur gleichen Zeit.» Dann schauen wir das an, bilden uns eine Meinung und entscheiden, was zu tun ist.

Wie viele Hinweise erhalten Sie?
Viele. Diese sind absolut zentral, eine aufmerksame Bevölkerung ist mit das Wichtigste für uns.

«Wir schicken sogenannte Brückenbauer dorthin, wo es heikel sein könnte.»

Ich stelle mir vor, dass vor allem Schulen und Gemeinden viel hören. Wie kommt dieses Wissen zu Ihnen?
Wir haben uns vernetzt. Alle Gemeinden sind mit unseren Leuten in den Bezirken in Kontakt. Wir schicken sogenannte Brückenbauer dorthin, wo es heikel sein könnte. Diese Spezialisten treffen sich mit Leuten aus anderen Kulturkreisen und anderen Religionen. Und die Leute an der Front reden regelmässig mit den Gemeinden, auch ohne Anlass. Ein Schulleiter weiss genau, an wen er sich wenden kann, wenn er Rat braucht.

Wenn zum Beispiel ein Junge auf dem Pausenplatz einen Film herumzeigt, in dem der IS einen Gefangenen köpft.
Genau. Das kommt vor. Diese Information kommt bei uns herein – dann entscheiden wir: Ist das ein Fall für die Präventionsabteilung? Müssen die Spezialisten aktiv werden? Oder kümmern sich die Leute an der Front darum?

Hat die Sonderkommission schon Anschläge verhindert?
Wir haben Gefahrensituationen entschärft, indem wir Personen verhaftet und Hausdurchsuchungen vorgenommen haben. Es laufen mehrere Strafverfahren, sowohl beim Bund wie auch bei uns. Die sind zum Teil noch im Gang, weshalb ich nicht näher darüber sprechen kann.

Der Jihad-Experte der «Weltwoche» hat die Behörden kritisiert. Es fehle an Ressourcen, Sie könnten etwa nicht alle Jihad-Verdächtigen observieren. Ist die Kapo überlastet?
Wir haben aktuell ausreichend Kräfte, um die Sicherheit im Kanton zu gewährleisten. Wenn es Bedarf gibt, werden wir aktiv, zum Beispiel observieren wir. Es ist klar: Die Situation bringt Mehrarbeit. Wir laufen unter Volllast. Wir haben aber in den letzten fünf Jahren dank Kantons- und Regierungsrat rund 250 zusätzliche Voll- und Teilzeitstellen bekommen.

Die Frage ist nur, wofür diese neuen Polizisten eingesetzt werden.
Diese Kräfte sorgen für höhere Präsenz in den Regionen und an Brennpunkten wie dem HB Zürich oder dem Bahnhof Winterthur. Ebenso haben wir die vorausschauende Polizeiarbeit verstärkt. Zum Beispiel haben wir eine Präventionsabteilung aufgebaut, in der 60 Polizisten arbeiten. Dazu gehören die Jugendinterventionisten, die etwa Kontakt zu Schulen halten und sich dort um auffällige Jugendliche kümmern. Dasselbe gibt es auch bei den Erwachsenen: Sogenannte Gefährderansprecher gehen auf Personen zu, die aufgefallen sind, um mit ihnen zu reden – bevor etwas passiert. So wollen wir verhindern, dass es zu gefährlichen Situationen oder Straftaten kommt. Gleichzeitig haben wir seit «Charlie Hebdo» auch unsere Ausrüstung massiv verbessert.

In welchen Bereichen?
Wir haben zum Beispiel die Maschinenpistolen in den Patrouillenfahrzeugen mit elektronischer Zielerfassung ausgestattet. Heute hat jede Frau und jeder Mann an der Front Zugriff auf eine Hightech-MP. Unsere Spezialeinheiten werden bald Vollkörperschutz-Anzüge tragen, die mehr als Pistolenkugeln stoppen. Sicherheitsdirektor Mario Fehr hat uns da schnell und unkompliziert die nötigen Mittel bewilligt. Und auch in die Ausbildung haben wir investiert: Unsere Leute an der Front haben dieses Jahr wieder eine Amok- und Terrorausbildung durchlaufen.

Wie trainiert man das?
Sie absolvieren einen Parcours. Es ist dunkel und neblig, Schüsse werden simuliert, Sie wissen nicht genau, von wo der Gegner kommt. Die Polizisten müssen sich richtig verhalten und den Gegner neutralisieren, ohne sich selbst zu gefährden.

Und wie läuft das im Ernstfall ab? Um beim Beispiel des Glattzentrums zu bleiben: Entscheiden am Ende Sie, die Täter anzugreifen?
So weit kommt es meistens gar nicht. Meist haben jene Polizisten, die als erste vor Ort sind, die wichtigsten Entscheide bereits gefällt. Sie kennen die Lage am besten, sie werden möglicherweise beschossen. Sie legen sich fest – braucht es die Schusswaffe? Den Taser? Die Maschinenpistole? Genau darum legen wir so viel Wert darauf, dass die Leute an der Front top ausgerüstet und ausgebildet sind. Wenn sich jemand verschanzt, ist das weniger ein Problem. Das lässt sich kontrollieren und lösen.

Nach einer Schiesserei in Dallas hat die Polizei einen Sprengsatz auf einen ferngesteuerten Roboter montiert und den verschanzten Schützen so getötet. Kommt ein solches Vorgehen für Sie infrage?
Nein. Wir haben andere Mittel, die zur Handlungsunfähigkeit des Täters führen.

Nämlich?
Zum Beispiel Präzisionsschützen. Ich will aber unsere Mittel aus taktischen Gründen nicht im Detail erläutern.

Sie sind seit beinahe 40 Jahren Polizist, hatten mit Flugzeugwracks und eingestürzten Hallenbaddecken zu tun. Kann sich eine Katastrophe nach Routine anfühlen?
Nein, nein. Ich bin jetzt seit über 20 Jahren Pikettoffizier und habe bis heute noch keinen Fall zweimal erlebt. Sie müssen sich im Kopf darauf vorbereiten, dass Sie eine Lage antreffen, und dann müssen Sie reagieren. Als ich die Polizeischule besuchte, war die RAF aktuell, die Brigate Rosse, die IRA – das war brandgefährlich. Wenn ich unser heutiges Korps damit vergleiche, wie wir damals aufgestellt waren, muss ich sagen: Wir haben uns massiv verbessert.

«Haben wir Schwachstellen, können wir etwas lernen?»

Was lösen die Anschläge der letzten Wochen in Ihnen aus? Sind Sie schockiert – oder analysieren Sie vor allem die Arbeit der Kollegen?
Wenn jemand verletzt wird, wenn jemand stirbt, dann reagiert wohl jeder Mensch betroffen. Auch ich. Aus beruflicher Optik stelle ich mir zwei Fragen. Was täten wir, wenn das hier geschehen würde? Und: Haben wir Schwachstellen, können wir etwas lernen?

Die Zürcher Polizei wird nie alle Rucksackträger am Hauptbahnhof kontrollieren können. Wie leben Sie mit der Schwachstelle Restrisiko?
Leben ist lebensgefährlich, hat mal ein kluger Mann gesagt. Mit diesem Risiko leben Sie, Herr Stäuble, und auch ich. Mein Ansatz ist dieser: Man kann nicht alles verhindern. Aber wenn man gute Arbeit macht, kann man enorm viel verhindern. Die Bevölkerung soll wissen, dass sich bei der Polizei viele Leute für sie verantwortlich fühlen.

Was tue ich als Passant, sollte ich je in ein «Grossereignis» geraten?
Zwei Dinge: sich in Sicherheit bringen. Und dann uns alarmieren.

* Dieses Interview wurde erstmals am 7. August veröffentlicht.

Erstellt: 20.12.2016, 08:35 Uhr

Bruno Keller

Polizist, Grossvater, Ex-Politiker

Bruno Keller (60) arbeitet seit 39 Jahren bei der Zürcher Kantonspolizei. Er begann 1977 als Polizeischüler. Zuerst ging er auf Streife, später gehörte er der Spezialeinheit Diamant an, seit fünf Jahren leitet er die Sicherheitspolizei. Den Pikettdienst als Gesamteinsatzleiter teilt er sich mit anderen Offizieren. Der frühere Gemeindepräsident von Rorbas (SVP) ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder. Wenn er auf eine Skitour geht, dann am liebsten auf die Roccabella, südöstlich von Bivio GR. (ms)

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