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Der Geiselnehmer von Zürich war der Polizei bekannt

Das Drama mit drei Toten vom Wochenende hatte sich angekündigt: Schon im April hatte die Ex-Freundin, eines der Opfer, Anzeige erstattet.

Forensiker auf den Weg an den Tatort, in die Wohnung eines der Opfer am Döltschiweg in Zürich Wiedikon.
Forensiker auf den Weg an den Tatort, in die Wohnung eines der Opfer am Döltschiweg in Zürich Wiedikon.
Samuel Schalch

Der Mann, der am vergangenen Freitagmorgen am Döltschiweg in Zürich seine Exfreundin und ihre Mitbewohnerin als Geiseln nahm und später die beiden Frauen und sich selbst erschoss, war der Polizei als möglicherweise gefährlich bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Zürich bestätigt dem «Blick», dass die Ex-Freundin bereits im April bei der Stadtpolizei Anzeige erstattet hatte. Der 60-Jährige habe sie über längere Zeit bedroht, gestalkt, terrorisiert. Die Polizei hat offenbar Gewaltschutzmassnahmen für die Frau geprüft, diese aber wieder verworfen, auch weil das spätere Opfer solche selber nicht wünschte. Die ganze Vorgeschichte sei ebenfalls Gegenstand der weiteren Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft, lässt diese ausrichten.

Auf dem Posten zeigte er sich reuig

Die Ex-Freundin hat gemäss «Blick» eine ganze Reihe von Vorwürfen erhoben. So habe der Mann ihren Chef kontaktiert und «rufschädigende Aussagen» gemacht – und ihrem Bruder beleidigende Textnachrichten geschickt. Der 60-Jährige habe auf der Wache vorgegeben, mit der Polizei zu kooperieren, habe sich «geständig und reuig» gezeigt.

Ein Verhalten, dass er als Geiselnehmer wiederholte: Er gab nach langen Verhandlungen an, sich zu ergeben und in 10 Minuten aus dem Haus zu kommen, worauf sich die Polizei zurückzog. Doch der Mann kam nicht aus dem Haus, er erschoss seine Exfreundin, die Mitbewohnerin und sich selbst.

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