Das Stadion verkauft seinen Namen

Dass das Zürcher Fussballstadion bei einem Ja der Stimmbürger «Hardturm» heisst, ist ausgeschlossen. Ein Verkauf des Stadionnamens ist hingegen denkbar.

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Fussballromantiker bei den GC-Fans hatten die Hoffnung, dass das neue Zürcher Fussballstadion bei einem Ja der Stimmbevölkerung am 25. November auch wieder Hardturm-Stadion heissen würde – wie damals, als GC stets ein Meisterkandidat war. Laut Informationen, die 20 Minuten vorliegen, ist der Name Hardturm-Stadion aber überhaupt kein Thema mehr. Vielmehr soll der Stadionname an eine Firma verkauft werden und für zusätzliche Einnahmen sorgen.

Hans Klaus, leitender Partner der Beratungsfirma KMES Partner, die für die Kommunikation des Projekt Ensembles verantwortlich ist, bestätigt dies auf Anfrage: «Das Stadion wird nicht Hardturm heissen.» Ein Grund dafür sei auch, dass das neue Zürcher Fussballstadion für zwei Clubs eine Heimat sein soll und sich die FCZ-Fans auf der anderen Seite der Gleise ebenfalls wohlfühlen sollen.

Firmen haben bereits Interesse angemeldet

Die Vergabe der Namensrechte sei natürlich ein Thema und es gebe auch schon Firmen, die ihr Interesse angemeldet hätten. «Gespräche wurden geführt, doch konkrete Verhandlungen machen erst dann Sinn, wenn die Stadtzürcher Bevölkerung darüber abgestimmt hat», sagt Klaus. Auch zu einem möglichen Preis für den Stadionnamen könne er noch keine Angaben machen.

Dass die Vergabe von Namensrechten im Fussball längst auch bei Traditionsclubs angekommen ist, zeigt ein Blick auf die nationalen und internationalen Fussballstadien: Beispielsweise der Kybunpark in St. Gallen, die Swissporarena in Luzern, die Allianz-Arena in München, der Signal-Iduna-Park in Dortmund, das Allianz Stadium in Turin oder das Emirates Stadium des FC Arsenal in London.

Stadt hat Mitspracherecht beim Namensrecht

Eine ausländische Airline wie etwa in London soll es aber nicht sein: «Natürlich ist es am Schluss auch eine kaufmännische Entscheidung, aber eine Firma mit einer echten Verbindung zu Zürich und der Schweiz wäre toll – am Schluss geht es ja auch um die Glaubwürdigkeit der Clubs», sagt Klaus. Er denke da beispielsweise an Grossverteiler, Banken oder Versicherungen.

Zudem entscheidet auch die Stadt Zürich mit. «Die Stadt hat ein Mitspracherecht bei der Vergabe des Stadionnamens», erklärt Klaus. Man habe sich auch schon überlegt, ob man die Stadtzürcher Bevölkerung im Rahmen eines konsultativen Votings mitentscheiden lassen soll.

Übernommen von «20 Minuten», bearbeitet von Tagesanzeiger.ch/Newsnet

Erstellt: 05.10.2018, 07:17 Uhr

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