«Der Lärm ist begründet»

Die Zahl der Fluglärmgeplagten ist so hoch wie nie. Die neue Flughafenministerin Carmen Walker Späh (FDP) hat dafür Erklärungen. Das Videointerview.

«Versprechen sind einzuhalten»: Carmen Walker Späh erteilt den Absichten des Bundes eine Absage. Video: Adrian Panholzer und Pia Wertheimer

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«Das ist sehr unerfreulich», kommentiert Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) die Rekordzahl von Fluglärmopfern gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Allerdings gebe es dafür Gründe. Einerseits habe die politisch gewollte Siedlungsentwicklung – und damit verbunden das Bevölkerungswachstum – dazu beigetragen, dass immer mehr Personen unter dem Fluglärm leiden.

Anderseits seien die Flugrouten in der Nachtzeit ein Problem. Nach Westen startende Flugzeuge drehen im Anstieg nicht nach Osten ab, weil dort in der Regel der Anflugverkehr abgewickelt wird. Das hat zur Folge, dass über ein dichter besiedeltes Gebiet gestartet wird. Die Zahl der Lärmgeplagten habe sich aber auch wegen der Verspätungen am Flughafen erhöht.

Kritik am Bund

Walker Späh sieht Lösungsansätze für das Problem. Ein Ansatz sind Verbesserungen an der Swiss-Flotte. So werde etwa der Jumbolino in Kürze durch den leiseren Bombardier-Jet ersetzt. Zudem sollen veränderte Flugrouten – vor allem in der Nacht – den Lärm reduzieren. Auch unterstütze der Kanton Massnahmen für verbesserten Schallschutz bei Häusern.

Walker Späh muss bei Flughafendebatten den Spagat zwischen den volkswirtschaftlichen Interessen des Kantons und dem Lärmschutz der Bevölkerung bewerkstelligen. Im Video sagt sie, wie ihr das gelingt und weshalb sie überhaupt nichts davon hält, dass sich der Bund verstärkt in die Flughafenpolitik einmischen will.

Erstellt: 27.11.2015, 14:42 Uhr

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