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Der Mann, der die Raser das Fürchten lehrte

Jürg Boll, als Raserjäger der Zürcher Staatsanwaltschaft bekannt geworden, tritt von seinem Amt zurück. Aber er kämpft weiter – auch gegen zu viele Tempo-30-Zonen.

Jürg Boll hört mit 67 Jahren als ordentlicher Staatsanwalt auf. Bild: Andrea Zahler
Jürg Boll hört mit 67 Jahren als ordentlicher Staatsanwalt auf. Bild: Andrea Zahler

Der Gerichtsprozess beginnt mit einem Lächeln und einem Handschlag – so begrüsst Staatsanwalt Jürg Boll jeweils die meist jugendlichen Raser. Wer aber meint, dass nun auch ein wohlmeinender Strafantrag folgt, irrt sich. Wenn es ums Strafmass geht, ist Boll knallhart.

Dies hat Anfang Dezember ein 31-Jähriger erfahren müssen, der wegen einer ganzen Reihe schwerer Verkehrsdelikten vor dem Bezirksgericht Zürich stand. Das Gericht verurteilte ihn antragsgemäss zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren bei einer Probezeit von vier Jahren. Dazu kommt ein langer Fahrausweisentzug. «Damit ist unser Ziel erreicht, und der Mann ist für lange Zeit von der Strasse», sagte Jürg Boll nach dem Prozess zur NZZ.

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