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Der Schutzengel der Dementen

Immer wieder kommen Demenzkranke nicht nach Hause, weil sie sich verirrt haben. Nun rät das Rote Kreuz St. Gallen, einen GPS-Sender zu tragen, und bietet einen Ortungsdienst an. In Zürich ist man skeptisch.

Die St. Galler Ableger des Roten Kreuzes, der Alzheimervereinigung und der Pro Senectute lancieren im Verbund mit der Kantonspolizei eine Uhr mit GPS-Sender: Ein Senior unterwegs.
Die St. Galler Ableger des Roten Kreuzes, der Alzheimervereinigung und der Pro Senectute lancieren im Verbund mit der Kantonspolizei eine Uhr mit GPS-Sender: Ein Senior unterwegs.
Keystone

Der 85-jährige Mann geht täglich im Wald spazieren. Gewöhnlich kommt der leicht Demenzkranke nach einer Stunde zurück. An diesem Tag aber nicht. Seine Frau macht sich Sorgen. Sie sucht ihn auf dem gewohnten Weg – vergeblich. Es ist ein kalter Dezembertag, es schneit, der Mann droht zu erfrieren. Nach drei Stunden meldet sich die Frau bei der Polizei. Diese schickt zunächst Beamte mit Spürhunden in den Wald. Ohne Erfolg. Es wird Nacht. Ein Helikopter mit Wärmebildkamera kommt zum Einsatz. Die Polizei findet den durchfrorenen Mann fünf Kilometer vom Wald entfernt.

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