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Der harte Hund der Zürcher Justiz

Als «Haschjäger» war er Feindbild der Linken, unter Kollegen gilt er als hartnäckig: Ulrich Weder, einer der profiliertesten Strafverfolger der Schweiz, geht in Pension.

Der legendäre «Haschjäger» tritt ab: Ulrich Weder wurde gestern 65 Jahre alt. Foto: Reto Oeschger
Der legendäre «Haschjäger» tritt ab: Ulrich Weder wurde gestern 65 Jahre alt. Foto: Reto Oeschger

Perfekt gekleidet. Perfekt vorbereitet. Angemessen im Ton. Hart in der Sache. In Kreisen der Zürcher Justiz ist sofort klar, von wem die Rede ist: Ulrich Weder, leitender Staatsanwalt der auf die schlimmsten und folgenschwersten Gewaltstraftaten spezialisierten Staatsanwaltschaft IV des Kantons.

Die Attribute treffen auf Weder auch am vergangenen Freitag zu – bei seinem letzten Auftritt als Staatsanwalt vor dem Obergericht. Es ist ein Fall so ganz nach dem Geschmack Weders, dem Oberstaatsanwalt Martin Bürgisser zu Recht einen «unbändigen Strafverfolgungswillen» attestiert. Dass ein junger Mann, wegen versuchter schwerer Körper­verletzung angeklagt, vom Bezirksgericht bloss zu einer bedingten zehnmonatigen Strafe verurteilt und ihm auch noch ein sogenannter Notwehrexzess zugutegehalten wurde, findet Weder «nicht mehr ansatzweise nachvollziehbar». 36 Monate teilbedingt müssen es schon sei. Und das Obergericht folgt dem Staatsanwalt.

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