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Der Unternehmer, der sein grünes Gewissen entdeckt

Mit der Gletscherinitiative möchte Ruedi Noser (FDP) im Ständeratswahlkampf punkten. In der Vergangenheit setzte er aber wenig grüne Akzente.

Marisa Eggli
Seit 16 Jahren in Bundesbern: Ruedi Noser (FDP). Foto: Keystone
Seit 16 Jahren in Bundesbern: Ruedi Noser (FDP). Foto: Keystone

FDP-Ständerat Ruedi Noser (58) irritierte seine Partei, als er im Februar mit einem Klima-Thema vorpreschte. Er präsentierte sich als Befürworter der Gletscher­initiative, die für einen ausgeprägten Umweltschutz einsteht, während die FDP noch um einen neuen Klimakurs rang.

Nosers erwachte Liebe zum Klima legen ihm die einen als Opportunismus aus, andere sprechen von einem politischen Coming-out. So sagte Hans-­Peter Fricker, FDP-Mitglied und ehemaliger Geschäftsführer von WWF Schweiz, der Klimaschutz sei Noser seit Jahren wichtig. Welche Deutung auch stimmt: Als nationaler Parlamentarier verzichtete Noser in den vergangenen Jahren auf klare umweltpolitische Akzente. Als Nationalrat machte er sogar mit einem Schlingerkurs Schlagzeilen, was seine Haltung zur zweiten Gotthardröhre betraf: Mal war er dafür, mal dagegen.

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