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Deutscher Journalist fühlte sich wohl im Zürcher Knast

Weil er die Busse von 350 Franken nicht bezahlen wollte, ging der «Stern»-Journalist ins Gefängnis – und verursachte so Kosten von 400 Franken.

Vor einem Jahr war Philipp Mausshardt auf der A 1 Richtung St. Gallen unterwegs, zu schnell: 116 statt 100 Stundenkilometer. Die Schweizer Behörden schickten ihm eine Busse von 350 Franken nach Deutschland, die Mausshardt nicht bezahlen wollte. Die Alternative: zwei Tage Haft.

Ein kleines Abenteuer für den Journalisten, der beim deutschen «Stern» arbeitet. Schliesslich, schrieb er im Erlebnisbericht, den er für den «Stern» verfasste und den die «NZZ am Sonntag» (Artikel online nicht verfügbar) gestern abdruckte, könne man gegen Bezahlung fast alles buchen, nur ein Aufenthalt in einem Schweizer Knast sei «unbuchbar». Und so begab sich Mausshardt ins Zürcher Oberland, Justiz-Vollzugszentrum Bachtel, wo Verkehrssünder auf Kreditkartenbetrüger und Drogendealer treffen. Sein Bericht gibt einen kleinen Einblick in den Gefängnisalltag, den Mausshardt durchaus akzeptabel fand. Jedenfalls, schrieb er, habe ihn ein wehmütiges Gefühl beschlichen, als er wieder abreisen musste.

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